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Patienten-News

Pflegesystem wird umgestellt - Pflegegrade lösen Pflegestufen ab

05.01.2017 - Das Pflegesystem wird zum 1. Januar 2017 umgestellt. Dazu gehört auch, dass Pflegegrade die bisherigen Pflegestufen ablösen. Dabei werden Patienten, die bereits eine Pflegestufe haben, automatisch in das neue System übernommen. Sie müssen also keinen neuen Antrag auf Begutachtung stellen, sondern bekommen einen neuen Pflegebescheid, der den Pflegegrad und den Leistungsanspruch ausweist.

Hierbei gilt: Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen werden in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet (zum Beispiel von Pflegestufe III in Pflegegrad IV). Menschen mit geistigen Einschränkungen werden in den übernächsten Pflegegrad eingestuft (zum Beispiel Pflegestufe 0 in Pflegegrad 2 oder Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz in Pflegegrad IV).

Die Umstellung des Pflegesystems erfolgt auf Grundlage des zweiten Pflegestärkungsgesetzes. Es sieht wesentliche Verbesserungen für Pflegebedürftige vor – insbesondere auch für Menschen mit Demenz. Denn um eine Pflegebedürftigkeit festzustellen, werden nun kognitive Beeinträchtigungen in einem gleichberechtigten Maße berücksichtigt wie etwa Bewegungseinschränkungen.

Info-Material für Patienten und Bürgerberatung
Viele Ärzte halten in ihrer Praxis Informationsmaterial bereit, das Patienten und Angehörige nutzen können, um alles Wichtige über die Neuerungen im Pflegebereich zu erfahren.

Patienten und Angehörige können Informationen aber auch direkt beim Bundesministerium für Gesundheit erhalten. Einen Überblick über die Broschüren und Flyer, die das Ministerium zur Umstellung des Pflegesystems erstellt hat, bietet die Internetseite des Ministeriums an.

Über ein Bürgertelefon bietet das Ministerium zudem individuelle Beratung zur Pflegeversicherung an. Das Team ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer: 030 / 3406066 - 02.

Gehörlose und Hörgeschädigte erreichen den Beratungsservice per Fax: 030 / 340 60 66 - 07 oder per E-Mail.

Mehr dazu unter: www.pflegestaerkungsgesetz.de/info-angebote/individuelle-beratung

Susanne Grosse
Kassenärztliche Bundesvereinigung

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