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Patienten-News

KV Nordrhein unterstützt Präventionsprojekt zum Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

06.04.2017 - Immer mehr Jugendliche in Deutschland werden mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Für den Zeitraum zwischen 2000 und 2012 beziffert die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren die Steigerung gar auf 180 Prozent. Dieser Entwicklung soll das Projekt HaLT („Hart am Limit“) Cologne entgegenwirken. Um möglichst früh eingreifen zu können, ist dabei die Unterstützung niedergelassener Ärzte hilfreich.

Die steigenden Fallzahlen von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung veranlassten eine Kölner Klinik zusammen mit der Drogenhilfe Köln das Bundesmodellprojekt HaLT zur Betreuung jugendlicher Koma-Säufer auch in Köln umzusetzen.

Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert werden, wird eine umfassende Betreuung angeboten. Dazu gehören sowohl Einzelgespräche mit den betroffenen Jugendlichen und deren Eltern sowie Gruppengespräche, so genannte Risikochecks. Interaktiv lernen die Jugendlichen dort, ihr Risikoverhalten besser einzuschätzen. Das Angebot ist für die Betroffenen kostenlos.

Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, unterstreicht die Bedeutung des Projektes. „Das Angebot von HaLT findet bei den Jugendlichen hohen Zuspruch und ist erwiesenermaßen erfolgreich. Die KV Nordrhein unterstützt das Projekt gerne.“ Durch die Hilfe niedergelassener Ärztinnen und Ärzte können Jugendliche erreicht werden, bevor sie in der Klinik landen. Das heißt, wenn Ärzte bei einem ihrer Patienten Hinweise auf übermäßigen Alkoholkonsum wahrnehmen, können sie die Jugendlichen oder ihre Eltern auf das Projekt aufmerksam machen.

HaLT Cologne betreut Jugendliche in Köln und im Rhein-Erft Kreis. In Nordrhein ist das Bundesprojekt außerdem an den Standorten Wesel, Bottrop, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Neuss, Düren, Bonn und Euskirchen vertreten.

Jana Kortüm
kosa@kvno.de
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

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