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Patienten-News

Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen: Screening startet am 1. Januar 2018

22.12.2017 - Eine neue Früherkennungsuntersuchung steht ab 1. Januar zur Verfügung: Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben dann einmal im Leben Anspruch auf ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen.

Das Screening dürfen Hausärzte, Urologen, Internisten mit und ohne Schwerpunkt, Chirurgen und Radiologen durchführen. Für die sonografische Untersuchung der Bauchaorta benötigen sie eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nach der Ultraschallvereinbarung.

Krankhafte Erweiterungen der Bauchschlagader

Bauchaortenaneurysmen sind krankhafte Erweiterungen der Bauchschlagader. Betroffene merken davon nichts, es besteht jedoch das Risiko, dass das Aneurysma reißt. Die inneren Blutungen führen unbehandelt innerhalb kürzester Zeit zum Tod. Die Ultraschall-Untersuchung soll eine Ausbuchtung der Bauchschlagader erkennen, bevor sie gefährlich wird. Entdeckt der Arzt ein Aneurysma, hängt die weitere Behandlung vor allem von der Größe und der Entwicklung ab. Kleinere Erweiterungen werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, ab einer bestimmten Größe wird eine Operation empfohlen.

Männer sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wesentlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen als Frauen: Liegt diese Erkrankung bei vier bis acht Prozent der Männer über 65 Jahre vor, sind es bei den Frauen nur 0,5 bis 1,5 Prozent. Risikofaktoren für eine Erweiterung der Bauchschlagader sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Rafaela Graf
Kassenärztliche Bundesvereinigung

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