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KV-System: Wie Niedergelassene ihr Parlament wählen

Ein Ort der deutschen Demokratie. Und noch einer. Und – noch einer: das „Ärzteparlament“.
Und noch eins. Und noch eins… 18 Vertreterversammlungen insgesamt. Von KBV und KVen. Alle zusammen das Herzstück der ärztlichen Selbstverwaltung.
Und die funktioniert genauso föderal, wie das deutsche Staatswesen.
Nennen wir es also einfach mal Praxisland.

Praxisland hat einen eigenen Staatssäckel. Und Praxisland wählt eigene Regierungen: auf regionaler Ebene und auf Bundesebene. Diese Regierungen vertreten Praxisland nach außen und nach innen.
Bürgerinnen und Bürger von Praxisland sind alle niedergelassenen Psychotherapeuten und Ärzte. Insgesamt rund 148 Tausend. Sie dürfen wählen und sich wählen lassen. In unmittelbarer und geheimer Wahl – und per Brief.

Alle sechs Jahre sind die Ärzte und Psychotherapeuten dazu aufgerufen, aus ihrer Mitte die Abgeordneten ihres regionalen Ärzteparlaments zu wählen. Diese Vertreterversammlung tagt mindestens zweimal im Jahr; ehrenamtlich. Für die laufenden Geschäfte bestimmt sie den Vorstand der KV – also die Regionalregierung. Die sitzt automatisch im Bundesparlament der Vertragsärzte und Psychotherapeuten: der Vertreterversammlung der KBV; dem obersten beschließenden Organ.
Zusätzlich wählen die Regionalparlamente weitere Abgeordnete für die VV auf Bundesebene. Auch diese Bundes-VV wählt einen Vorstand.

Egal, ob nun auf regionaler KV-Ebene oder auf Bundesebene: In der Vertreterversammlung wird die Ärzte-Regierung nicht nur gewählt, sondern auch kontrolliert. Hier werden Maßnahmen beschlossen, die die vertragsärztliche Versorgung sicherstellen. Und hier wird über die Honorarverteilung abgestimmt – sowie über Abrechnung und Verträge.
Kurzum: Hier wird also der Rahmen gesteckt für den Praxisalltag von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. Oft von Ärzten für Ärzte – und das in vielen Gremien.

Wie Kanzler und Regierung in jedem demokratischen Staat, vertritt der KBV-Vorstand Praxisland auch nach außen. Er verhandelt beispielsweise im Gemeinsamen Bundesausschuss mit den Krankenkassen über den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen sind auch Verhandlungspartner für die Gebührenordnung sowie für die Arznei- und Heilmittelrichtlinie.
Und die KBV vertritt die politischen Interessen von Praxisland gegenüber der deutschen Bundesregierung in Berlin. Sie bündelt also die Kraft aller ihrer Bürger und setzt sich mit diesem Machtpaket für sie ein. Ohne KVen und KBV stünden die Bürger von Praxisland allein auf weiter Flur.

Wie überall, lebt auch in Praxisland die Demokratie vom Mitmachen.

Auch Niedergelassene haben ein Parlament - die Vertreterversammlung ihrer Kassenärztliche Vereinigung und die der KBV. So haben alle Mitglieder der KVen - also alle ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten - die Chance, mit ihrer Stimme den Weg der ärztlichen Selbstverwaltung mitzubestimmen.

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