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Gesetzliche Vorgaben zu QM

Seit 1. Januar 2004 sind alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, Psychotherapeuten und MVZ nach § 135a Absatz 2 Nr. 2 des Fünften Sozialgesetzbuches verpflichtet, einrichtungsintern Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln.

§ 135a (2)
Vertragsärzte, medizinische Versorgungszentren, zugelassene Krankenhäuser (...) sind (...) verpflichtet, (...)
einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln."

Der vom Gesetzgeber beauftragte Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dazu die grundsätzlichen Anforderungen in der Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung bestimmt. Diese ist seit 1. Januar 2006 in Kraft und wurde durch Beschluss vom 23. Januar 2014 mit Mindestanforderungen zum Risiko- und Fehlermanagement ergänzt.

Den Wortlaut der Richtlinie und die in ihr benannten Grundelemente eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagement, die unter Verwendung aller Instrumente eingeführt und weiterentwickelt werden müssen, finden Sie unter www.g-ba.de/informationen/richtlinien/18/

Folgende Zeitspannen sind bei der schrittweisen Einführung zu beachten:

  1. längstens 2 Jahre nach der Niederlassung ist die Planungsphase (zu 1.) abzuschließen
  2. längstens nach weiteren 2 Jahren ist die Umsetzungsphase (zu 2.) abzuschließen
  3. längstens nach einem weiteren Jahr hat eine Überprüfung (zu 3.) durch die Praxis zu erfolgen und es schließt sich die kontinuierliche Weiterentwicklung des QM an

Bewerten Sie den IST-Zustand Ihrer Praxis selbst und schätzen Sie anhand eines "Selbstbewertungsbogens"ein, inwieweit Sie die in der QM-Richtlinie geforderten Grundelemente und Instrumente des QM in Ihrer Praxis umgesetzt haben. Es besteht keine Pflicht zur Zertifizierung nach einem QM-System.

Hier finden Sie den Selbstbewertungsbogen (PDF, 170 KB)

Unter "ganzen Text anzeigen" finden Sie Informationen zu den Stichprobenprüfungen der KVen zur Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung.

Ganzen Text anzeigen

Stichprobenprüfungen der KVen zur Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung

Die Kassenärztlichen Vereinigungen fordern jährlich mindestens 2,5 % zufällig ausgewählte Vertragsärzte/Psychotherapeuten zu einer schriftlichen Darlegung des erreichten Einführungs- und Entwicklungsstandes des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements ihrer Praxis/ ihres MVZ auf. Die Darlegung umfasst mindestens Angaben zum zeitlichen Ablauf und zu den ergriffenen Maßnahmen im Sinne von § 6 Abs. 2 und 3 sowie entsprechende Unterlagen. Falls die eingereichten Unterlagen für eine Bewertung nicht ausreichen, kann die Qualitätsmanagement-Kommission weitere Unterlagen von dem Vertragsarzt/-psychotherapeuten anfordern oder ihn auffordern, seine Maßnahmen zur Einführung und Weiterentwicklung des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements mündlich vor der Kommission darzulegen. Kommt die Qualitätsmanagement-Kommission bei ihrer Bewertung mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass der nach § 6 vorgegebene Einführungs- und Entwicklungsstand des Qualitätsmanagements noch nicht erreicht ist, berät sie den Vertragsarzt/-psychotherapeuten, wie der erforderliche Stand in einem angemessenen Zeitraum erreicht werden kann.