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Delegation in der Arztpraxis: Eine EVA für fast alle Fälle

Delegationsfähige Leistungen – mit EVA unterwegs
Vorbereitungen für ihre Tour durch das Münsterland: Astrid Schreck ist Entlastende Versorgungsassistentin, kurz EVA.
O-Ton Astrid Schreck:
„Ich habe die EVA-Ausbildung gemacht, weil ich nach so vielen Jahren, die ich in der Praxis nun gearbeitet habe, einfach mehr wollte, eine Erweiterung wollte, eine Veränderung wollte. Ich hab mich interessiert für das Arbeiten mit den Patienten zu Hause, um einfach die auch zu Hause zu betreuen.“
Rund 14 Jahre lang hatte sie in der Praxis gearbeitet: als Medizinische Fachangestellte. Nun – seit fast 2 Jahren – macht sie als EVA zusätzlich den Außendienst.
O-Ton Astrid Schreck:
„Bei den Hausbesuchen sind meine Aufgaben das Blutdruckmessen, die Blutabnahme, Verbände machen, vielleicht mal Fäden ziehen, aber auch mal Spritzen geben. All die Sachen, die der Doktor mir sagt, die mache ich, dokumentiere das in einer Karteikarte, komme in die Praxis und bespreche das mit dem Doktor. So ist gewährleistet, dass all die Sachen, die er mir sagt, ich auch mache.“
Denn ihr Chef macht die Ansagen: Hausarzt Dr. Hermann Werdeling überträgt ihr Aufgaben, die ursprünglich nur er als Arzt vornehmen dürfte. An eine EVA aber darf er sie delegieren: die so genannten delegationsfähigen Leistungen. Dafür hat Astrid Schreck ein Jahr lang auf die Prüfung gebüffelt; in ihrer Freizeit.
O-Ton Dr. Hermann Werdeling:
„Ich habe jetzt mehr Zeit meine Familienhausbesuche durchzuführen, hab auch mehr Zeit für die Patienten und behalte trotzdem die Übersicht, da wir regelmäßig die Hausbesuche und die Patientenproblematik durchsprechen.“
Während sich Astrid Schreck auf ihre nächsten Hausbesuche am Nachmittag vorbereitet, übernimmt ihre Kollegin Natalie Aden eine EKG-Untersuchung bei einem Praxispatienten. Auch das eine delegationsfähige Leistung – zu der ihre Ausbildung zur MFA sie befähigt.
Täglich mehr als 20 Hausbesuche hatte der Arzt Dr. Werdeling früher allein zu bestreiten – jetzt nimmt ihm Astrid Schreck einige davon ab: meist vier bis sechs am Tag.
O-Ton Astrid Schreck:
„Eine besondere Herausforderung bei den Hausbesuchen war einfach alleine mit den Patienten in deren gewohnter Umgebung zu sein, nicht in der Praxis zu sein, und ich war sehr nervös bei den ersten Malen. Aber im Prinzip dadurch, dass ich die Patienten wirklich ganz lange aus der Praxis kenne, haben sie mir die Nervosität genommen, und sie haben Vertrauen in mich gehabt und somit war das überhaupt gar kein Problem mehr.“

In Zeiten des Ärztemangels muss der Arzt Aufgaben abgeben. Natürlich nicht an jeden. Sondern an speziell dafür ausgebildete Medizinische Fachangestellte. KV-on hat eine von ihnen bei Hausbesuchen begleitet, die sie im Auftrag des Hausarztes durchführt.

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