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Hausärzte fordern strukturelle Änderungen beim Honorar

Honorarverhandlungen 2014: Hausärztliche Vergütung – Wo liegen die Kernprobleme?

Die hausärztliche Versorgung in Deutschland befindet sich ein bisschen in einer Sackgasse. Immer weniger junge Leute wollen Hausärzte werden. Wir haben in den vergangenen Jahren, in den vergangenen zwei Jahren uns bemüht, diese Situation zu analysieren und haben natürlich auch festgestellt, dass diese Ursachen sehr vielgestaltig sind. Unter anderem liegt es natürlich auch an der Struktur des EBM, dass diese Struktur die Möglichkeit, hausärztliche Leistungen abzurechnen, nicht ausreichend ist, um die Tätigkeit des Hausarztes komplett abzubilden. Und da haben wir ja bereits im vergangenen Jahr begonnen, diesen EBM zu verändern, sind da mittendrin, befinden uns jetzt in der zweiten Stufe, in den Verhandlungen zur zweiten Stufe der EBM-Veränderung und möchten natürlich im Rahmen dieser Honorarverhandlung für diese EBM-Veränderung und für die dringend notwendige strukturelle Unterstützung der hausärztlichen Praxen zur Sicherung einer flächendeckenden Versorgung zusätzliche Vergütung von den Krankenkassen für die Einführung der weitergebildeten medizinischen Fachangestellten wie sie in Deutschland heißen – VerAH, MoNI, Mopra usw. – einfordern.


Was muss also bei diesen nichtärztlichen Praxismitarbeitern passieren?

Wir möchten gern, dass diese völlig unabhängig, ob unterversorgt oder nicht unterversorgt ist in den Gebieten, überall eingesetzt werden können, wo es die Praxisstruktur erfordert. Das heißt in Praxen mit hohen Fallzahlen, mit hohen Chronikeranteilen. Dort wird diese Tätigkeit dieser qualifizierten medizinischen Fachangestellten dringend benötigt.


Wie steht es um das Vorhalten technischer Geräte?

Das werden wir bei der Weiterentwicklung des EBM thematisieren. Natürlich wird dort auch zusätzliche Vergütung notwendig werden, denn das kann aus der jetzigen Vergütung nicht geschultert werden. Sonst würde man ja die Unterfinanzierung, die bisher in diesem Bereich herrscht über Kürzungen in anderen Bereichen realisieren wollen. Das geht natürlich nicht. Das ist aber ein Thema, was wir in der Weiterentwicklung EBM mit den Kassen besprechen wollen, und da sind wir auch schon in der AG EBM dabei, dort über die vorgelegten Konzepte zu diskutieren.


Wie werden diese Verhandlungen wohl verlaufen?

Erst einmal natürlich werden wir Forderungen stellen, die die Kassen konsequent ablehnen. Allerdings glaube ich nicht, dass sich die Krankenkassen Strukturmaßnahmen, die der Versorgung der Versicherten dienen und die Versorgung verbessern, entziehen werden. Was am Ende dabei rauskommt, bleibt offen. Es gibt ja auch ein Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes und immer wieder Äußerungen, dass man schon in strukturelle Verbesserungen der Versorgung auch investieren möchte. Und ich halte es immer mit Goethe, der gesagt hat: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns endlich Taten sehen.“ Und ich hoffe, dass wir am Ende dieser Verhandlungsrunde dann auch Taten vorweisen können.

Bei der Vergütung von Hausärzten gibt es spezielle Probleme, die es in den Honorarverhandlungen zu lösen gilt. Wichtiger Punkt bei den Hausärzten: der Einsatz von VerAH, EVA und co. Die sind bisher nur in unterversorgten Regionen abrechenbar. Ein Nachteil, findet KBV-Vorstand Regina Feldmann.

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