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Reiseschutzimpfung: Für einen Urlaub ohne Nebenwirkungen

Bequemer ist es seit damals geworden, das Reisen in exotische Gefilde. Aber auch gesünder: Zuverlässige Impfungen schützen unsere Gesundheit – beispielsweise vor Hepatitis A; auch Gelbsucht genannt.
O-Ton Dr. Sebastian Dieckmann, Institut für Tropenmedizin Berlin:
"Ein Virus, das die Leber befällt, und dieses Virus wird durch Trinkwasser, Meeresfrüchte übertragen; und das ist in sehr vielen südlichen Ländern, Strandländern, wo man zum Sonnenurlaub hinfährt, der Fall. Das fängt also schon bei Italien an, dass wir die Hepatitis A-Schutzimpfung empfehlen."
Nicht zu verwechseln ist diese Gelbsucht mit dem Gelbfieber – etwa, wenn Sie in ferne tropische Länder reisen.
O-Ton Dr. Sebastian Dieckmann, Institut für Tropenmedizin Berlin:
"Dann ist es zum Teil so, dass Sie die Impfung brauchen, um einzureisen, und zum anderen ist es aber auch so, dass es sehr wichtig ist, diese Impfung zu haben, weil das Gelbfieber eine sehr gefährliche Erkrankung ist. Das zwar auch am Ende mit einer Gelbsucht einhergeht, aber es ist nicht das Gleiche, wie diese Hepatitis A-Gelbsucht, sondern es ist eine sehr viel gefährlichere Krankheit, die über Mücken übertragen wird."
Über Mücken wird auch die Malaria übertragen.
O-Ton Dr. Sebastian Dieckmann, Institut für Tropenmedizin Berlin:
"Die Malaria ist die wichtigste Tropenkrankheit, weil es die Gefährlichste ist. Wir haben jährlich mehrere Todesfälle in Deutschland: Alles Menschen, die eigentlich nicht hätten an Malaria sterben brauchen. Es ist wirklich sehr, sehr wichtig, sich ganz genau zu informieren: Wie hoch ist das Risiko in dem Land, in das ich reisen werde? Zu der Jahreszeit in der ich reisen werde? Bei den Aktivitäten, die ich dort haben werde?"
Denn oft reicht es nicht aus, sich durch Kleidung und Sprays vor den Mücken zu schützen. Dann wird auch eine medikamentöse Malaria-Prophylaxe fällig.
Insekten spielen aber nicht nur eine Rolle bei Fernreisen.
O-Ton Dr. Sebastian Dieckmann, Institut für Tropenmedizin Berlin:
"Bei Inlandsreisen denken wir natürlich immer gleich an unsere Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, dieses Virus, das durch Zecken übertragen wird, vor allem aber in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern; wer also dort einen größeren Wanderurlaub zur Sommerszeit plant, der sollte darüber nachdenken, sich gegen diese FSME-Viren durch eine Impfung zu schützen."
Bei allen Reisen gilt: frühzeitig erkundigen und impfen lassen. Am Besten mindestens vier Wochen vor Abreise – denn manche Impfungen erfordern mehrere Termine. Dabei nicht vergessen: Impfpass mitnehmen – und gegebenenfalls eine Liste der Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen. Wegen möglicher Wechselwirkungen.
O-Ton Dr. Sebastian Dieckmann, Institut für Tropenmedizin Berlin:
"Es ist durchaus sehr wichtig, dass für die Beratung – alles, was Impfungen, auch Medikamente, die Reiseziele, das alles betrifft; auch Malariaprophylaxe, das sind ja auch Medikamente, die eventuell genommen werden müssen – sollte eigentlich immer ein speziell ausgebildeter Mediziner dazu befragt werden. Viele Hausärzte haben schon eine entsprechende Zusatzausbildung, aber man sollte auch darauf achten als Reisender, dass derjenige, der einen da berät, auch tatsächlich diese Kenntnisse hat."
Das gilt natürlich ganz besonders für die so genannten Risikogruppen, also Schwangere oder chronisch Kranke.
Welche Impfung vielleicht sogar Ihre Krankenkasse bezahlt, erfahren Sie dort direkt.

Hepatitis A, Gelbfieber, Malaria - kein Urlauber möchte diese Krankheiten nach Hause mitbringen. Und doch lassen sich zu wenige Menschen vor Reisebeginn impfen. Dr. Sebastian Dieckmann, Leiter der reise- und tropenmedizinischen Ambulanz am Institut für Tropenmedizin Berlin, empfiehlt jedem rechtzeitig den Impfstatus zu prüfen - egal, ob er in die Ferne schweift oder Ferien in Deutschland macht.

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