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Stand 20.10.2015

Anstellung

Anstellung in der Praxis oder in einem MVZ

Oder doch lieber angestellt?

Es ist zwar immer noch der Wunsch vieler Mediziner, Patienten in der eigenen Praxis zu behandeln, dennoch nimmt die Zahl der Ärzte bzw. Psychotherapeuten, die sich lieber anstellen lassen, stetig zu.

So arbeiten derzeit über 12.500 Ärzte als angestellte Ärzte in freier Praxis und rund 12.000 angestellt in MVZ. Gerade jungen Medizinern bietet die ärztliche Tätigkeit im Angestelltenverhältnis einige Vorteile, zum Beispiel die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln ohne finanzielles Risiko wie bei einer Praxisneugründung beziehungsweise -übernahme.

Die Tätigkeit als angestellter Arzt oder Psychotherapeut bietet zudem den Vorzug eines festen Gehaltes, auch allgemeine gesetzliche Regelungen, zum Beispiel zu Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld, gelten für sie.

Anstellung im „offenen“ oder „gesperrten“ Planungsbereich

Wie bei der Niederlassung spielt auch bei der Anstellung die Bedarfsplanung eine entscheidende Rolle. Möchte sich ein Arzt bzw. Psychotherapeut in einem „offenen“ oder einem „gesperrten“ Planungsgebiet anstellen lassen?

Hier gibt es Unterschiede:

  • Wenn in einem „offenen“ Planungsgebiet (Versorgungsgrad liegt unter 110 Prozent) ein Vertragsarztsitz zur Verfügung steht, ist neben einer fachgleichen auch eine fachübergreifende Anstellung eines Arztes möglich.
    Auch wenn der angestellte Arzt zusätzliche bzw. andere Qualifikationen als der Praxisinhaber vorweisen kann, darf er diese Leistungen anbieten. Der Praxisinhaber, der einen Arzt anstellt, kann durch die Beschäftigung eines Kollegen sein Leistungsspektrum erweitern.
  • In einem „gesperrten“ Planungsgebiet (Versorgungsgrad liegt über 110 Prozent) können nur Ärzte bzw. Psychotherapeuten derselben Fachrichtung angestellt werden. Dabei darf sich der Leistungsumfang der Praxis nicht wesentlich erhöhen.

Übersicht offener Planungsbereiche