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Antibiotika

Förderung eines angemessenen Umgangs mit Antibiotika

Die Erfindung des Penicillins und damit die Verfügbarkeit von Antibiotika zur Behandlung von Infektionskrankheiten waren ein großer Fortschritt in der Medizin. Allerdings zeigen sich immer mehr Bakterien resistent gegen diese Medikamente.

Die KBV fördert eine Sensibilisierung der verordnenden Ärzte mit Fortbildungen, Informationsangeboten und Infoblättern zur Weitergabe an Patienten. Darüberhinaus beteiligt sie sich an einem Projekt zur Verringerung unnötiger Antibiotikaverordnungen - dem Modellvorhaben RESIST.

Informationsangebote zu Antibiotika

Resistenzübersichten

Häufig wird der Vergleich eines Wettrennens zwischen resistenzbildenden Mikroorganismen und den Herstellern von Antibiotika gewählt.

Die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen hat dem Robert-Koch-Institut zufolge zwei entscheidende Gründe:

  • das Vorhandensein von resistenten Erregern und von übertragbaren Resistenzgenen
  • den durch den Antibiotikaeinsatz zugunsten dieser Keime ausgeübten Selektionsdruck.

Die Entwicklung kann zumindest verlangsamt werden durch Begrenzung der Verbreitung resistenter Erreger und des Resistenzgenpools sowie durch Vermeidung eines einseitigen chemotherapeutischen Selektionsdrucks.

Sogenannte Antibiotika-Surveillance-Systeme erfassen und stellen (regionale) Resistenzlagen dar. So soll bei einzelnen Erregern eine gezieltere Therapie mit Antibiotika ermöglicht werden. Zusätzlich wird durch diese Systeme eine Sensibilisierung der behandelnden Ärzte angestrebt.

ARS Erreger- / Resistenzdatenbank des Robert Koch-Instituts
MRSA-KISS
Antibiotika-Resistenz-Monitoring in Niedersachsen

Fortbildung für Ärzte zur Antibiotikatherapie

Die Publikation der KBV „Wirkstoff AKTUELL“ widmet sich auch dem rationalen Einsatz von Antibiotika. Vertragsärzte erhalten Empfehlungen und Hinweise unter anderem für eine richtige Diagnosestellung und die Wahl eines geeigneten Antibiotikums.

Wirkstoff AKTUELL ist zudem die inhaltliche Grundlage für Fortbildungen für Vertragsärzte. Die CME-Fortbildungen wurden von der Ärztekammer Berlin zertifiziert und werden im Fortbildungsportal angeboten.

Informationen für Patienten

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag der KBV und der Bundesärztekammer Informationsblätter für Patienten erstellt. Sie geben Aufschluss über die Wirkungsweise und wichtige Einnahme-Regeln sowie über Resistenzen bei Antibiotika.

Die Patienteninformationen liegen auch in verschiedenen Fremdsprachen vor. Ärzte können die gestalteten Informationsblätter können für das Patientengespräch ausgedruckt und dem Patienten ausgehändigt werden.