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Bedarfsplanung

Neue Bedarfsplanung: starre Grenzen überwinden

Land oder Stadt? – Wo sich Ärzte niederlassen können

Landarzt? Oder doch lieber eine Praxis in der Stadt? Wo sich Mediziner heute niederlassen können, hängt auch von der Bedarfsplanung ab.

Denn Ärzte oder Psychotherapeuten, die gesetzlich versicherte Patienten ambulant behandeln möchten, benötigen einen freien Arztsitz. Wie viele es davon in einer Region gibt, regelt die Bedarfsplanung.

Anfang 2013 ist die Bedarfsplanung reformiert worden. Seitdem gilt eine neue Richtlinie, die dem Ärztemangel entgegenwirken soll.

"Offen" oder "gesperrt" – Was heißt das für die Zulassung?

Für niederlassungswillige Ärzte und Psychotherapeuten ist von Bedeutung, ob der für sie in Frage kommende Planungsbereich „offen“ oder „gesperrt“ ist. Liegt der Versorgungsgrad beispielsweise für Orthopäden in einem Zulassungsbezirk unter 110 Prozent, können sich in der Regel dort weitere Orthopäden niederlassen.

In einer Übergangsfrist bis 31.12.2015 kann eine Region aber auch schon bei 100 Prozent gesperrt werden, wenn im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung ein Fünftel der Regionen unterversorgt ist. So sollen Niederlassungen in unterversorgte Regionen gelenkt werden.

Niederlassen in einem offenen Planungsbereich
Ärzte und Psychotherapeuten, die sich in einem offenen Planungsgebiet niederlassen möchten, müssen nicht auf eine freiwerdende Praxis warten, um eine Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung zu erhalten. Sie können sowohl eine neue Praxis gründen als auch eine alte übernehmen oder problemlos in eine Gemeinschaftspraxis einsteigen.

Niederlassen in einem gesperrten Planungsbereich
Ein Planungsbereich gilt als überversorgt und damit gesperrt, wenn die Arztdichte einer Fachgruppe einen Wert über 110 Prozent erreicht. Es gilt ein Zulassungsstopp. Ärzte und Psychotherapeuten können sich dort nur dann neu niederlassen oder anstellen lassen, wenn ein anderer Arzt oder Psychotherapeut seine Zulassung zurückgibt und damit ein Arztsitz in der Fachgruppe frei wird.

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