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Risiko- und Fehlermanagement

Risikomanagement

Risikomanagement ist als Teil des Qualitätsmanagements ein fortlaufender Prozess um Schwachstellen zu identifizieren, die zu physischen, psychischen, sozialen und finanziellen Schäden und ggf. zu damit verbundenen Haftungsansprüchen führen können bzw. schon geführt haben. Ziel ist es, Risiken vorzubeugen bzw. zu vermeiden. Dazu gehört auch das Festlegen einer Strategie zum Erkennen, Bewerten und Nutzen von Risiken, Fehlern und sicherheitsrelevanten Ereignissen. Da Patientensicherheit ein zentrales Anliegen von Qualitätsmanagement ist, kommt dem Risiko- und Fehlermanagement ein hoher Stellenwert zu.

QEP bietet Hilfestellung mit dem Qualitätsziel 2.1.3 (1).

Festlegungen zum Umgang mit Risiken und sicherheitsrelevanten Ereignissen (d. h. diese zu erkennen, zu bewerten, zu bewältigen, zu überwachen) und Implementierung von Verbesserungsprozessen, wozu auch das Lernen aus Fehlern gehört, ist in der QM-Richtlinie als ein verpflichtendes Instrument zur Qualitätsentwicklung vorgeschrieben [ÄQM-RL § 4 g)].

CIRS - Berichts- und Lernsystem der deutschen Ärzteschaft

CIRSmedical.de ist das Berichts- und Lernsystem der deutschen Ärzteschaft für kritische Ereignisse in der Medizin. Es ist anonym und sicher und ermöglicht gegenseitiges Lernen aus Fehlern und kritischen Ereignissen. Es richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Die Buchstaben "CIRS" stehen für Critical Incident Reporting-System.

Was kann berichtet werden?

Alle sicherheitsrelevanten Ereignisse, die in der Medizin auftreten, können von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens berichtet werden. Dies können Fehler, Beinahe-Schäden, Kritische Ereignisse oder auch Unerwünschte Ereignisse sein. Die Berichte dürfen keine Daten enthalten, die Rückschlüsse auf die beteiligten Personen oder Institutionen erlauben (Namen, Ortsangaben o. ä.).

Wer kann berichten?

Dieses Fehlerberichts- und Lernsystem richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

Wie funktioniert das?

Die Übertragung der Daten erfolgt verschlüsselt (SSL-Protokoll). Es werden keine personen- oder ortsbezogenen Daten gespeichert (z. B. IP-Adresse). Die Daten auf dem Server in der Schweiz (Universität Basel) werden durch eine Firewall geschützt. Vor der Veröffentlichung werden alle Berichte von berechtigten Mitarbeitern des ÄZQ gelesen und anonymisiert. Dabei werden - falls nötig - Details wie Namen, Ortsangaben oder andere spezifische Angaben verändert oder gelöscht, um eine Rückverfolgung oder Wiedererkennung des Berichts auszuschließen. Im Anschluss wird der Bericht auf CIRSmedical.de unter "Lernen" veröffentlicht und zur Kommentierung durch Kollegen freigegeben.

Weitere Informationen zu anderen CIRS, Literatur, Veranstaltungen, FAQs und ein Glossar finden Sie auf der Internetseite Patientensicherheit-Online. Außerdem können Sie sich für den Informationsdienst CIRSmedical.de-Info anmelden.

Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

Lernen Sie aus den Fehlern Anderer – denn jeder Fehler zählt. Das Fehlerberichtssystem "jeder Fehler zählt" sammelt Fehlerberichte und stellt sie Anderen zur Verfügung. Gemeinsam aus Fehlern lernen - Patientensicherheit verbessern!

www.jeder-fehler-zaehlt.de

Mein PraxisCheck

Mehr Sicherheit – weniger Risiken: Die elektronische Checkliste hilft Ihnen das für Ihren Praxisalltag herauszufinden und gibt praktische Tipps, wie Sie bspw. in punkto Datenschutz und Datensicherheit oder Hygiene vielleicht noch besser werden können. Es handelt sich dabei nicht um eine Kontrolle oder eine Wissensprüfung! Die Checkliste ist als Hilfestellung gedacht. Beantworten Sie sich dazu einige Fragen, und Sie erhalten sofort ein Ergebnis mit konkreten Hinweisen. Es werden relevante Aspekte Ihres Praxis- und Risikomanagements – auch der Umgang mit Fehlern - thematisiert.

www.kbv.de/praxischeck

Patientensicherheit im Qualitätszirkel

In der ambulanten medizinischen Versorgung verstehen sich Qualitätszirkel als Gruppen von Vertragsärzten und/oder -psychotherapeuten, die durch kritische Überprüfung der eigenen Tätigkeit und eines auf den Erfahrungen der Teilnehmenden aufbauenden Lernprozesses zur Qualitätsentwicklung nach dem Best-Practice-Prinzip beitragen. Im interkollegialen Erfahrungsaustausch werden Versorgungsroutinen bewusst gemacht und eine Analyse und Bewertung der eigenen Tätigkeit ermöglicht. Im Handbuch Qualitätszirkel finden Sie auch ein Modul zur Patientensicherheit.