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Häusliche Krankenpflege

Die häusliche Krankenpflege umfasst die ärztliche Behandlung durch Pflegefachkräfte (Behandlungspflege) sowie Maßnahmen, den Patienten bei den grundlegenden Anforderungen einer eigenständigen Haushaltsführung (hauswirtschaftliche Versorgung) und den Grundverrichtungen des täglichen Lebens (Grundpflege) zu unterstützen.

Häusliche Krankenpflege-Richtlinie

Die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie regelt die Verordnung häuslicher Krankenpflege sowie deren Dauer und Genehmigung durch die Krankenkassen. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen den Vertragsärzten und den die häusliche Krankenpflege durchführenden ambulanten Pflegediensten geregelt.

Häusliche Krankenpflege-Richtlinie 

Wie wird häusliche Krankenpflege verordnet?

Voraussetzung für die Verordnung von häuslicher Krankenpflege (HKP) ist, dass sich der Arzt vom Zustand des Patienten und der Notwendigkeit einer HKP überzeugt hat. Die Verordnung ist zulässig, wenn der Patient wegen einer ...

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... Krankheit der ärztlichen Behandlung bedarf und die HKP Bestandteil des ärztlichen Behandlungsplans ist. HKP ist dann eine Unterstützung der ärztlichen Behandlung mit dem Ziel

  • dem Patienten das Verbleiben oder die möglichst frühzeitige Rückkehr in seinen häuslichen Bereich zu erlauben (Krankenhausvermeidungspflege),
  • ambulante ärztliche Behandlung zu ermöglichen und deren Ergebnis zu sichern (Sicherungspflege).

HKP darf nicht verordnet werden, wenn eine im Haushalt des Versicherten lebende Person die erforderlichen Maßnahmen selbst durchführen kann. Kann sie es nach Einschätzung des Arztes nicht, ist dies auf der Verordnung entsprechend anzugeben.

Die Verordnung von HKP erfolgt auf Muster 12.

Vordruckmustersammlung

Besonderheiten bei psychiatrischer Krankenpflege

Die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie regelt auch die Verordnung von Maßnahmen der psychiatrischen Krankenpflege (§ 4 HKP-Richtlinie).

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Bei psychisch Kranken wird bei der Verordnung der psychiatrischen Krankenpflege vorausgesetzt, dass der Patient über eine ausreichende Behandlungsfähigkeit verfügt, um im Pflegeprozess die Fähigkeitsstörungen positiv beeinflussen zu können. Auch muss zu erwarten sein, dass er das mit der Behandlung verfolgte Therapieziel manifest umsetzen kann.

Psychiatrische Krankenpflege kann nur durch bestimmte Fachärzte verordnet werden, also von Ärzten für Nervenheilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapeutische Medizin und von Ärzten mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie. Die Verordnung durch den Hausarzt erfordert eine vorherige Diagnosesicherung durch einen Arzt der genannten Fachgebiete.

Bestandteil der Verordnung von Maßnahmen der psychiatrischen Krankenpflege ist der vom Arzt erstellte Behandlungsplan, der die Indikation, die Fähigkeitsstörungen, die Zielsetzung der Behandlung und die Behandlungsschritte umfasst.

Psychiatrische Krankenpflege ist nur verordnungsfähig bei den unter Nr. 27a des Verzeichnisses verordnungsfähiger Maßnahmen benannten Diagnosen und Fähigkeitsstörungen.

Maßnahmen der psychiatrischen Krankenpflege können, sofern die individuellen Verordnungsvoraussetzungen erfüllt sind, für nacheinander folgende Zeiträume verordnet werden. Die Verordnung der psychiatrischen Krankenpflege neben inhaltlich gleichen Leistungen der Soziotherapie für denselben Zeitraum ist ausgeschlossen.

Möglich ist die Verordnung jedoch, wenn sich die Leistungen aufgrund ihrer jeweils spezifischen Zielsetzung ergänzen (weitere Infos zur Soziotherapie). Die Dauer und Abgrenzung der Leistungen zueinander muss der Arzt im Behandlungsplan der psychiatrischen Krankenpflege und im soziotherapeutischen Betreuungsplan darlegen.

Verzeichnis verordnungsfähiger Maßnahmen der psychiatrischen Krankenpflege (Anlage HKP-Richtlinie, Nr. 27a)

Zuzahlung

In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen sich die Versicherten auch in Form von Zuzahlungen an den Gesundheitskosten beteiligen.

Weitere Infos zur Zuzahlung