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Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Seit dem 1. April 2007 ist die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie soll dabei helfen, schwerkranken Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung und bei ihren Angehörigen zu ermöglichen.

SAPV-Richtlinie

In einer Richtlinie regelt der Gemeinsame Bundesausschuss die Verordnung, die Anspruchsvoraussetzungen, den Inhalt und den Umfang der SAPV sowie die Zusammenarbeit der einzelnen Leistungserbringer.

SAPV-Richtlinie   

Verordnungsvordrucke

  • SAPV: Muster 63
  • Arzneimittel: Muster 16
  • Heilmittel (Physikalische Therapie/Podologische Therapie): Muster 13
  • Heilmittel (Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie): Muster 14
  • Heilmittel (Ergotherapie): Muster 18

Vordruckmustersammlung

Wie wird SAPV verordnet?

Voraussetzung für die Verordnung von SAPV durch einen Vertragsarzt ist, dass der Patient an einer nicht heilbaren, fortschreitenden und so weit fortgeschrittenen Erkrankung leidet, dass dadurch seine Lebenserwartung begrenzt ist. Zudem muss der Patient eine besonders aufwändige ...

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... Versorgung benötigen, die nach den medizinischen und pflegerischen Erfordernissen auch ambulant, im Haushalt des schwerstkranken Menschen oder in stationären Pflegeeinrichtungen erbracht werden kann.

Die SAPV kann je nach Bedarf für alle Leistungen der ambulanten Krankenbehandlung verordnet werden. Zusätzlich umfasst sie die im Einzelfall erforderliche Koordination der Teilleistungen sowie die Beratung, Anleitung und Begleitung sowohl des Arztes als auch der anderen beteiligten Leistungserbringer, des Patienten und seiner Angehörigen.

Hält ein Krankenhausarzt die Entlassung eines Patienten für möglich und ist aus seiner Sicht eine SAPV erforderlich, kann er eine Verordnung ausstellen, in der Regel jedoch nur längstens für sieben Tage.

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes

Die SAPV soll die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen erhalten, fördern und verbessern. Damit soll ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod ermöglicht werden. In Empfehlungen definiert der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ...

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... unter Beteiligung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, der Spitzenorganisationen der Hospizarbeit und der Palliativversorgung sowie der KBV die sächlichen und personellen Anforderungen an die Leistungserbringung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Fortbildung sowie Maßstäbe für eine bedarfsgerechte Versorgung mit SAPV fest (§ 132d Abs. 2 SGB V).

SAPV-spezifische Betriebsstättennummer

Der GKV-Spitzenverband und die KBV haben sich darauf verständigt, die Verordnung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln im Rahmen der SAPV auf den in der vertragsärztlichen Versorgung eingesetzten Formularen zu regeln.

Damit diese Verordnungen gesondert erfasst und somit der SAPV eindeutig zugeordnet werden können, vergibt die KBV an die SAPV-Teams – sofern sie einen Vertrag nach § 132d Abs. 1 SGB V mit einer Krankenkasse haben – auf Antrag eine eigenständige Betriebsstättennummer (BSN).

Das Vergabeverfahren für die BSN ist folgendermaßen geregelt:

  1. Nach Abschluss eines Vertrags gemäß § 132d Abs. 1 SGB V beantragt eine der vertragschließenden Parteien bei der KBV die Ausstellung einer BSN.
  2. Die KBV vergibt die BSN an den Antragsteller nach Vorlage des ausgefüllten und vereinbarten Antragsformulars (Anlage 2 der Vereinbarung zur Vergabe von BSN).*
  3. Neben der vergebenen BSN ist einheitlich die Pseudo-Arztnummer 333333300 auf den Verordnungsvordrucken im Rahmen der Verordnung im Zusammenhang mit der SAPV einzutragen. Dies gilt auch für Vertragsärzte, die als Vertragspartner im Rahmen der SAPV tätig sind.

* Bitte beachten Sie: Die von der KBV vergebene SAPV-spezifische BSN findet ausschließlich innerhalb der SAPV und nicht im KV-System Anwendung.