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Wichtiger Beitrag für sichere Patientenversorgung

Stiftungsmodell - KBV und KV Thüringen würdigen Arbeit der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen

Berlin, 22. Juli 2014 - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen haben die Arbeit der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen gewürdigt.

Dipl-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sagte zum fünfjährigen Bestehen der Stiftung: „Die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen hat gezeigt, wie man Ärzte dazu bringen kann, sich in Erfurt, in Eisfeld, in Bad Klosterlausnitz oder in Heringen niederzulassen“

Vor fünf Jahren habe man der Landesregierung zehn Stipendien abgerungen. Heute hat die Stiftung mehr als 100 Stipendiaten. Neun ehemalige Stipendiaten haben sich inzwischen in Thüringen als Hausärzte niedergelassen.

Die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel, verwies darauf, dass die Stiftung inzwischen ein „Komplettpaket mit Fördermöglichkeiten vom Studium bis zum Berufseinstieg und zur Niederlassung“ anbietet.

Rommel sagte: „So ein Modell löst nicht Knall auf Fall alle Probleme. Es leistet aber seinen Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung, also dazu, dass die Patienten in Thüringen auch künftig, wenn sie Hilfe brauchen, einen Arzt finden, der sie in hoher Qualität behandeln kann."

Förderangebote von der Famulatur bis zur Niederlassung

Die Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen wurde am 22.07.2009 von der KV Thüringen und dem Freitstaat Thüringen errichtet. Sie unterbreitet Medizinstudierenden und jungen Ärzten Förderangebote bei der Famulatur in einer Hausarztpraxis, beim ambulanten Segment des Praktischen Jahres, bei der ambulanten fachärztlichen Weiterbildung und beim Berufseinstieg. Voraussetzung ist, dass sie nach Abschluss ihrer Weiterbildung vier Jahre in der ambulanten medizinischen Versorgung in Thüringen arbeiten.

Im Mittelpunkt der Förderung steht nach Angaben der Vorsitzenden der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel, das Thüringen-Stipendium für Ärzte in Weiterbildung im ambulanten Bereich. Bis zu 60 Monate lang werden hier monatlich 250 Euro gezahlt.

Derzeit erhalten 106 künftige Allgemeinmediziner und fünf künftige Augenärzte dieses Stipendium. Sieben weitere Anträge liegen vor. Neu im Förderpaket sind so genannte Stiftungspraxen, in denen junge Ärzte zunächst angestellt arbeiten, jedoch mit dem Ziel, die Praxis später zu übernehmen. Eine solche Praxis gibt es im Moment in Gräfenthal, eine weitere öffnet im Oktober in Gera.

Im Juli wurde die Stiftung zudem vom Thüringer Gesundheitsministerium damit beauftragt, die Anträge im Rahmen der Richtlinie des Landes zur Förderung der Ansiedlung von Ärzten im ländlichen Raum zu bearbeiten.

Mehrere Anknüpfungspunkte für KBV

Wie KBV-Vorstand, Dipl.-Med. Regina Feldmann, sagte, bietet die Thüringer Stiftung gleich mehrere Anknüpfungspunkte für Aktivitäten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Zum einen hat die bundesweite Kampagne „Lass Dich nieder!“ mit der Stiftung in Thüringen einen starken Partner bei ihren Aktionen zum Gewinnen von Berufsnachwuchs.

Zum anderen dient das Thüringer Modell als Vorlage für eine Stiftungsidee zur Förderung der ambulanten Weiterbildung auf Bundesebene. Feldmann sagte, in Thüringen werde sichtbar, was erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Gesundheitsversorgung sei Daseinsvorsorge und damit eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft.

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