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Feldmann: "Zaghafter Schritt in die richtige Richtung"

Kinder-Richtlinie - Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat heute die neu gefasste Kinder-Richtlinie beschlossen. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir hätten heute aber gerne mehr beschlossen", erklärte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Berlin, 19. Juni 2015 – Bei den Früherkennungsuntersuchungen in den ersten sechs Lebensjahren sollen Kinder- und Jugendärzte noch intensiver auf psychische und soziale Aspekte achten. Es geht darum, Verhaltensauffälligkeiten und Risikofaktoren für psychische Erkrankungen früh zu erkennen und den Eltern entsprechende Hilfen anzubieten.

„Leider sind unsere Vorschläge nur teilweise aufgenommen worden. Der GBA hat den Rückenwind durch das neue Präventionsgesetz nicht genutzt. Wir hätten zusätzlich gerne den Kinder- und Jugendärzten ein Instrument an die Hand gegeben, damit sie eine ausführliche und strukturierte Sozialanamnese durchführen können. Diese Anamnese dient dazu, die Betreuungssituation und mögliche besondere Belastungen in der Familie frühzeitig zu erkennen. Dem ist der GBA leider nicht gefolgt“, sagte Feldmann.

Die heute beschlossenen Interaktionsbeobachtungen begrüßte sie . Damit könne man die Eltern-Kind-Beziehung besser einschätzen. Hinzu komm noch eine primärpräventive Beratung. Diese sieht vor, dass die Ärzte die Eltern unter anderem über Adipositas, Unfallverhütung und die Risiken eines zu hohen Medienkonsums informieren.