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Presse

Investitionen in Praxen sichern hochwertige ambulante Versorgung der Patienten

Zi-Praxis-Panel – Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen warnt aufgrund der aktuellen Umfrageergebnisse vor einer Verschlechterung der Versorgungsqualität.

Berlin, 2. September 2015 – „Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen müssen wirtschaftlich in der Lage sein, ihre Praxen zu modernisieren. Das ist erforderlich, um die gewohnt hochwertige Versorgung der Patienten dauerhaft zu sichern. An diesem Grundsatz müssen sich die Krankenkassen orientieren – erst recht bei den derzeit laufenden Verhandlungen zur finanziellen Ausgestaltung der ambulanten Versorgung von 70 Millionen Versicherten.“ Mit deutlichen Worten reagierte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Andreas Gassen, auf die jüngsten Ergebnisse des Zi-Praxis-Panels.

Die Zi-Umfrage aus dem Jahr 2014 belegt, dass niedergelassene Ärzte ihre Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefahren haben. Zwischen 2010 und 2013 sanken die Abschreibungen um 13,5 Prozent, die Aufwendungen für Leasing und Mieten für Geräte um 5,9 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Wartung und Instandhaltung um 11,8 Prozent.

„Es geht um den Substanzerhalt in der ambulanten Versorgung“, sagte Gassen, „Honorarverhandlungen nach Kassenlage sind absolut nicht das Gebot der Stunde.“ Er verwies dabei auch auf die gestiegene Bedeutung der Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung für die wirtschaftliche Lage der Arztpraxen insgesamt. Deren Anteil an den Gesamteinnahmen stieg von 73,3 Prozent im Jahr 2010 auf 74 Prozent im Jahr 2013.

Die wirtschaftliche Lage von Arztpraxen hat sich dem Zi zufolge insgesamt deutlich verschlechtert. Die Betriebskosten stiegen im Zeitraum 2010 bis 2013 um 7,6 Prozent und damit weitaus mehr als die Verbraucherpreise (5,7 Prozent).

Das Zi-Praxis-Panel umfasst die Jahre 2010 bis 2013 und analysiert die Angaben von 4.678 Praxen. An der Erhebung ausschließlich des Jahres 2013 nahmen 5.539 Praxen teil, was einem bundesweiten Anteil von 5,6 Prozent entspricht. Es handelt sich damit um das aktuellste verfügbare Zahlenmaterial.