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Palliativversorgung: Bewährte Modelle bundesweit allen Patienten auf ihrem letzten Weg anbieten

Sterbebegleitung – Die KBV fordert einheitliche Rahmenbedingungen für eine bundesweite ambulante allgemeine Palliativversorgung. Vorhandene Versorgungsangeboten sollten enger miteinander verzahnt werden.

Berlin, 17. September 2015 – „Erfolgreiche Modelle der ambulanten Palliativversorgung, die sich regional bewährt haben, sind für die gesamte Versorgung von Nutzen und sollten vertragssicher im ganzen Bundesgebiet übernommen werden können“, erklärte Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), anlässlich der Bundestagsdebatte zum geplanten Palliativ- und Hospizgesetz. Die Modellprojekte, die beispielsweise von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe bereits erprobt worden sind, hätten sich als wirksam erwiesen. „An diese Erfahrungen müssen wir anknüpfen“, so Feldmann.

Bisher sah der Gesetzgeber vor, dass ambulante spezialisierte Versorgungsangebote (SAPV) sich auf einem wettbewerbsorientierten Markt behaupten mussten. Unter diesen Bedingungen konnte sich seit 2006 aber keine flächendeckende ambulante Palliativversorgung etablieren. „Es hat sich gezeigt, dass sich diese besondere Form der Versorgung nicht als Wettbewerbsfeld eignet. Die so wichtige und sensible Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensweg sollte kollektiv organisiert und ermöglicht werden“, sagte KBV-Vorstand Feldmann.

Die KBV appelliert deshalb an den Gesetzgeber, bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen für eine ambulante allgemeine Palliativversorgung (AAPV) zu schaffen, wie sie im Palliativ- und Hospizgesetz vorgesehen ist.

Feldmann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich in der ambulanten Versorgung zwar erste erfolgreiche SAPV-Strukturen herausgebildet haben, dieser Schritt für die Krankenhausversorgung aber noch ausstehe. „Die allgemeine Palliativversorgung in Krankenhäusern ist häufig von Station zu Station unterschiedlich gut organisiert. Selbst die Einbeziehung von Palliativstationen zur Begleitung des Sterbeprozesses auf Normalstationen ist nicht durchgängig sichergestellt. Es sollte geprüft werden, inwieweit spezialisierte ambulante Teams auch im Krankenhausumfeld tätig werden“, erklärte Feldmann.

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