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Schutz vor sexueller Gewalt braucht die Unterstützung der gesamten Gesellschaft

Prävention – Die KBV und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung haben eine gemeinsame Vereinbarung zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch unterzeichnet.

Berlin, 28. Januar 2016 – „Der Schutz vor sexueller Gewalt ist eine Aufgabe, die die volle Unterstützung aller gesellschaftlichen Gruppen braucht“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, „Ärzte und Psychotherapeuten übernehmen dabei eine Schlüsselrolle.“

Dipl.-Med. Regina Feldmann, KBV-Vorstand, erklärte: „Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, um Kindern und Jugendlichen Schutz und Hilfe bei sexualisierter Gewalt anzubieten. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf einer deutlich verbesserten Wahrnehmung potenziellen sexuellen Missbrauchs. Hausärzte müssen auch bei Hausbesuchen die Augen sehr offen halten“, führte Feldmann aus. „Mein Appell an die Kolleginnen und Kollegen geht dahin, den ohnehin schon guten Austausch mit Mitarbeitern der Jugendhilfe oder auch mit Ärzten in Qualitätszirkeln noch intensiver zu gestalten.“

Bei einem Treffen mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, in Berlin unterzeichneten beide Vorstände eine Vereinbarung zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Missbrauch.

„Mit der Vereinbarung unterstützt die KBV unser Anliegen, Ärzte und Psychotherapeuten für das Thema sexuelle Gewalt an Kindern weiter zu sensibilisieren und sie zu motivieren, kompetente und vertrauensvolle Ansprechpartner für betroffene Patienten und ihre Angehörigen zu werden“, betonte Rörig. „Es ist wichtig, dass sie Fortbildungen erhalten und Hilfs- und Präventionsmaßnahmen in ihren Praxen etablieren. Die KBV ist für diesen Prozess ein wichtiger und zentraler Partner für uns.“

Die KBV setzt sich seit längerem für die Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein. So unterstützte sie den Arbeitsstab des Beauftragten beispielsweise schon bei der Durchführung mehrerer Initiativen zu dem Thema. Mit dieser Vertragsunterzeichnung führt sie ihr Engagement fort.

Die KBV beteiligt sich im Rahmen der Vereinbarung auch aktiv an der Initiative „Kein Raum für Missbrauch“ des Beauftragten, um die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei geht es in erster Linie um eine Einbindung und Information der Ärzte und Psychotherapeuten.

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