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Presse

Zi-Studie belegt Reformbedarf bei der Notfallversorgung

Viele Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern sind laut einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung kaum ausgelastet, schreibt Zeit online.

In Deutschland werden im Durchschnitt nur 1,7 Patienten pro Stunde in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt, wie aus einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hervorgeht. In der Öffentlichkeit sei der Eindruck entstanden, dass Notaufnahmen sämtlich überlaufen seien. Dies könne zwar an einigen Standorten durchaus der Fall sein, sagt Zi-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. „Generell kann jedoch keine Rede davon sein", zitiert ihn das Medium weiter. Mit durchschnittlich weniger als zwei Patienten pro Stunde liegt Deutschland der Studie zufolge weit unter europäischen Vergleichswerten.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, fordere deshalb, die Anzahl von Notfallaufnahmen in Deutschland zu verringern. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) solle von ihrem Standpunkt abrücken, alle Notaufnahmen um jeden Preis erhalten zu wollen, so der KBV-Chef in Zeit online. Die KBV habe Vorschläge für eine enge Kooperation von Bereitschaftsdiensten und Notaufnahmen zusammen mit dem Marburger Bund vorgelegt. Dieses Reformkonzept sehe vor, die Bereitschaftsnummer der Praxisärzte (116117) und die Notrufnummer des Rettungsdienstes (112) stärker zu vernetzen. Patienten sollen dann bei einer gemeinsamen Anlaufstelle rund um die Uhr anrufen können und eine qualifizierte Ersteinschätzung nach bundesweit einheitlichen Standards bekommen, berichtet Zeit online.

Zeit online vom 29.11.2017