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Kriedel: „Unsere Stärken ausspielen!“

Vertreterversammlung – KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel stellte die ambulante Versorgungsqualität in den Mittelpunkt seiner Rede vor der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Berlin, 08. Dezember 2017 – „Es ist an der Zeit, dass wir in Sachen Qualitätssicherung unsere Stärken ausspielen“, erklärte Dr. Thomas Kriedel heute in Berlin.

Er stellte klar: „Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten leisten eine hervorragende und qualitativ hochwertige Arbeit. Doch das wollen und müssen wir deutlicher und lauter vernehmbar sagen.“ Gerade niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten seien „nah am Patienten“ erklärte er.

Sie seien Spezialisten für chronische Erkrankungen, betreuten oftmals multimorbide Patienten mit langen und komplizierten Krankheitsverläufen. Diese Stärken der Niedergelassenen würden mit der fortschreitenden Ambulantisierung der Medizin an Bedeutung gewinnen. „Wir begreifen Qualität als wesentliches Sicherstellungsmerkmal“, betonte Kriedel.

Er erinnerte daran, dass mit dem Schlagwort Qualität politische Kämpfe einhergingen. „Wir befinden uns in einem Wettbewerb mit dem stationären Sektor. Die Politik fördert einseitig die Krankenhäuser.“ Für ihn stand daher fest: „Wir müssen laut und vernehmbar darüber sprechen, wie hoch die Qualität in der ambulanten Versorgung ist.“

Er legte Wert darauf, dass eine gute Qualitätssicherung nicht mit einer Zunahme an Bürokratie einhergehen darf. „Wir fordern ein Abbauziel von 25 Prozent der Bürokratie innerhalb von fünf Jahren“, erinnerte Kriedel. Würde dieses Ziel erreicht werden, hätten Ärzte 13 Millionen Stunden mehr Zeit für ihre Patienten gewonnen.

Auch auf das Thema E-Health ging das KBV-Vorstandsmitglied ein. „Ich bin mir sicher, dass das E-Health-Gesetz II kommen wird, egal wie die neue Regierung aussieht“, führte er aus. Er benannte zwei Anforderungen an ein neues Gesetz:

Wichtig sind aus seiner Sicht vor allem der Wegfall sanktionsbewährter Fristen bei der Umsetzung von E-Health Strategien und eine Anpassung des Fernbehandlungsverbots zugunsten der Telemedizin. „Digitalisierung und Qualität sind Querschnittsthemen, die sich durch die gesamte vertragsärztliche Versorgung ziehen“, fasste er zusammen.

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