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Presse

Digitalisierung kann Arzt entlasten, nicht ersetzen

Im Gespräch mit der Ärzte Zeitung äußerte sich KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel zur Rolle von Telemedizin, Big Data und künstlicher Intelligenz in der Versorgung.

„Telemedizin ist auf jeden Fall ein Weg, die Sicherstellung in der Zukunft zu unterstützen. Da wird es mehr Möglichkeiten geben, als wir uns heute schon vorstellen können“, machte Kriedel im Interview deutlich. Er schloss aber aus, dass eine Versorgung nur über Telekommunikationsmedien ablaufen kann. „Ein Arzt muss immer und wird immer mit dabei sein. Zur Unterstützung der Praxen und in der Zukunft auch zur Abklärung von Fällen, in denen Ferndiagnosen und -behandlungen möglich sind, kann ich mir das vorstellen. Die Zahlen werden aber begrenzt sein“, erklärte er dem Medium.

Skeptisch aber durchaus offen gegenüber steht Kriedel auch den Möglichkeiten der auf Big Data basierenden künstlichen Intelligenz: „Wir haben keine Konzepte, wie wir Daten aus der Arztpraxis, die der Arzt für sich aus dem Behandlungsprozess heraus speichert in Big Data einspeichern. Dazu gezwungen werden dürfen Ärzte auf keinen Fall. Falls wir später Daten haben, die normiert sind und in die elektronische Patientenakte einfließen, werden sie vergleichbar. Wir könnten uns vorstellen, dass sie dann mit Zustimmung des Patienten auch ausgewertet werden könnten.“

Ärzte Zeitung vom 26.01.2018