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Presse

Plumpe Stimmungsmache gegen Ärzte

Stellungnahme - KBV-Vorstandsvorsitzender, Dr. Andreas Köhler, bezieht Stellung zum anonymen Meldeverfahren, das der GKV-Spitzenverband auf seiner Website eingerichtet hat. Das Online-Formular fordert auf, anonym Verdachtsmeldungen gegen Ärzte abzugeben.

Berlin, 19. April 2013 – „Das sogenannte Hinweisgeber-Formular, das jeder mit wenigen Klicks und anonym im Internet ausfüllen kann, ruft regelrecht zu Missbrauch und Verunglimpfung der Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland auf.

Wir fordern vom GKV-Spitzenverband eine höhere Hürde: Wer ein Vergehen melden möchte, sollte sich auch zu erkennen geben und für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Die polemischen Begrifflichkeiten Tatort, Tatzeit und tatverdächtige Person sind im höchsten Maße unangebracht: Sie erinnern an einen Krimi und suggerieren direkt ein schweres Verbrechen. Der GKV-Spitzenverband betreibt hier eine populistische Vorverurteilung aller ehrlich arbeitenden Ärzte und Psychotherapeuten.

Mit diesem Vorgehen halten die Krankenkassen an ihrer Diffamierungs-Kampagne gegen die Ärzteschaft fest und schaffen systematisch eine Misstrauenskultur zwischen Patient und Arzt. Wir fordern den GKV-Spitzenverband auf, das Formular sachlicher und neutraler zu gestalten und die Angaben zur meldenden Person verpflichtend zu machen.“