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Mehr Zeit für die Behandlung

Bürokratieabbau - Die KBV nimmt am Projekt der Bundesregierung zur Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen teil.

Berlin, 26. März 2013 – „Wir freuen uns, dass auch die Bundesregierung erkannt hat, wie wichtig der Bürokratieabbau in Arztpraxen ist.“ Das hat Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), im Anschluss an die gestrige Auftaktveranstaltung des Projektes der Bundesregierung „Mehr Zeit für Behandlung – Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen“ in Berlin gesagt. Neben der KBV nehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Westfalen-Lippe, Bayerns und Niedersachsen an dem Projekt unter der Leitung des Nationalen Normenkontrollrates teil. Weitere KVen können folgen.

Das Statistische Bundesamt befragt bis zum Herbst Ärzte und Psychotherapeuten aus den teilnehmenden KVen zum Zeitaufwand einzelner bürokratischer Abläufe und zu Vereinfachungsvorschlägen. Die Ergebnisse sollen die bestehenden Bürokratiekosten transparent machen und Hinweise liefern, wo Bürokratie effektiv reduziert werden kann.

„Der Bürokratieabbau ist für uns ein wichtiges Thema. Wir haben bereits im Jahr 2009 den Bereich ‚Bessere Regulierung‘ eingerichtet“, ergänzte Feldmann. Auch im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) setzt sich die KBV dafür ein, dass die durch die Beschlüsse des G-BA entstehenden Bürokratiekosten konsequent ermittelt und ausgewiesen werden. „Wir wollen bei allen Beteiligten das Bewusstsein für die ausgelösten Belastungen schärfen. Unser Ziel muss es sein, dass Ärzte und Psychotherapeuten in erster Linie Patienten behandeln und keinen Papierkram“, so Feldmann.

Bei den teilnehmenden Länder-KVen wird das Projekt begrüßt. „Es ist ein ausgesprochen positives Signal, dass die Bundesregierung die Entbürokratisierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen noch stärker vorantreibt. In Westfalen-Lippe haben wir in den letzten Jahren viele Erfahrungen beim Abbau der Bürokratie gesammelt und werden diese gerne im weiteren Projektverlauf aktiv einbringen“, sagte das Vorstandsmitglied der KV Westfalen-Lippe, Dr. Thomas Kriedel.

Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorsitzender der KV Niedersachsen, ergänzte: „Die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten darf nicht durch immer kompliziertere bürokratische Regelungen belastet werden. Ärztinnen und Ärzte bekommen durch die Gesetzgebung, zum Beispiel durch das Patientenrechtegesetz, immer mehr Dokumentationspflichten aufgebürdet. Die Zeit für die eigentliche Patientenversorgung schwindet. Hier muss der Gesetzgeber Ärzte und auch Kassen entlasten.“

Auch der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) begrüßt die Aktivitäten der KBV. Denn so könnten Erkenntnisse aus den Regionen, wie aus der in Bayern im Jahr 2011 vom dortigen Gesundheitsministerium und der KVB eingerichteten Anlaufstelle für Bürokratieabbau, bundesweit genutzt werden.