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Presse

Neuer KBV-Qualitätsbericht erschienen

Qualitätsbericht 2012 - In der aktuellen Ausgabe gibt die KBV einen Überblick über die Qualitätsförderung in der vertragsärztlichen Versorgung.

Berlin, 18. Dezember 2012 – Der neunte Qualitätsbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist erschienen. Auf über 130 Seiten stellen die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sowie verschiedene Institutionen – wie das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte, das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin oder das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung  – ausgewählte Initiativen und Aktivitäten vor.

Erstmals im KBV-Qualitätsbericht veröffentlicht werden die Verlaufsdaten des Disease-Management-Programms (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 der Jahre 2009 bis 2011. In den DMP selber waren Ende 2011 fast sechs Millionen chronisch kranke Patienten eingeschrieben. Da einzelne Patienten an mehr als einem DMP teilnehmen, sind insgesamt 6,9 Millionen Einschreibungen zu verzeichnen. Über die Hälfte (52,1 Prozent) davon sind im DMP Diabetes mellitus Typ 2 eingeschrieben. Das entspricht im Jahr etwa 3,6 Millionen Patienten.

Ein neues Thema der Qualitätssicherung ist die Hörgeräteverordnung. Zum Jahresanfang wurden Gebührenordnungspositionen zur Hörgeräteversorgung bei Jugendlichen und Erwachsenen sowie für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder neu in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab aufgenommen. Die Vereinbarung macht Vorgaben von der Verordnung eines Hörgerätes über die erste Kontrolluntersuchung (Abnahme) bis hin zu möglicherweise notwendigen Nachsorgen.

Auch die gegebenenfalls erforderliche Rück- und Absprache mit dem Hörgeräteakustiker wurden aufgenommen. Ergänzt wird die Vereinbarung um die Bestimmung der individuell empfundenen Hörbeeinträchtigung des Patienten mittels eines geeigneten validierten Befragungsinstruments.

Qualitätssicherung ist immer mit einem gewissen bürokratischen Aufwand verbunden. Aber die KBV setzt sich in Verhandlungen mit den Krankenkassen dafür ein, die niedergelassenen Ärzte von unnötigen Verwaltungs- und Informationspflichten zu entlasten – bei einer gleichbleibend hohen Qualität der Patientenversorgung. Hierzu gehört auch die regelmäßige Überprüfung der bereits vorhandenen Qualitätssicherungsmaßnahmen.

„Qualitätsberichterstattung darf nicht zum Selbstzweck werden, aber auch nicht mit dem Hinweis auf den bürokratischen Aufwand verhindert werden“, erklärt der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Köhler. Das KV-System stehe hier im Spannungsfeld zwischen dem ihm obliegenden Sicherstellungsauftrag und dem notwendigen Bürokratieabbau für Ärzte. „Dies ist nur zu bewerkstelligen durch die intelligente Weiterentwicklung etablierter Qualitätssicherungsinstrumente“, sagt er.

Erste Erfolge einer kontinuierlichen Qualitätsförderung zeichnen sich bereits ab. „Aufgrund bisher guter Ergebnisse haben die KVen die Möglichkeit, Prüfungen im Rahmen bestimmter Qualitätssicherungsmaßnahmen auszusetzen oder die Intervalle zu erhöhen“, stellt Köhler fest.

Nähere Informationen zum Qualitätsbericht 2012 können Sie unter der Mailadresse gsander@kbv.de erfragen.