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Presse

KBV begrüßt Abschaffung der Praxisgebühr

Praxisgebühr - Das Aus für die Zuzahlung ist die richtige Entscheidung für Ärzte und Patienten.

Berlin, 5. November 2012 – „Wir sind froh, dass die Praxisgebühr abgeschafft wird und die Ärzte sich wieder mehr um ihre eigentliche Aufgabe, die Behandlung ihrer Patienten, kümmern können“, erklärte heute Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Entscheidung der Bundesregierung sei längst überfällig gewesen.

Die Praxisgebühr habe ihre ursprünglich angedachte Steuerungswirkung verfehlt, denn die Zahl der Arztbesuche sei dadurch nicht zurückgegangen. Gestiegen sei allerdings der bürokratische Aufwand in den Praxen. „120 Stunden müssen niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten und ihre Teams im Schnitt pro Jahr aufwenden, um die Praxisgebühr für die Krankenkassen einzuziehen und zu quittieren. Zeit, die in der Patientenversorgung fehlt, dort aber dringend benötigt wird“, betonte Köhler.

Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen hatten wiederholt die Abschaffung der Praxisgebühr gefordert. Bei einer bundesweiten Unterschriftenaktion in den Arztpraxen haben sich in den vergangen Monaten 1,6 Millionen Patienten gegen die Zuzahlung von 10 Euro ausgesprochen.

Die Unterschriften werden heute Nachmittag an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr übergeben.