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Presse

Digitalisierung in deutschen Praxen – KBV zeigt sich zufrieden

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat am 23. Oktober erstmals das PraxisBarometer vorgestellt – die erste repräsentative Umfrage unter deutschen Ärzten und Psychotherapeuten zum Stand der Digitalisierung in deutschen Praxen. Über die Ergebnisse berichtet das Inforadio des rbb.

Was die praxisinterne Digitalisierung angeht, so zeigt die Erhebung, ist Deutschland auf einem guten Weg. Die KBV hatte die Befragung 2018 erstmals in Auftrag gegeben, ausgewertet hat das IGES Institut rund 1.700 Antworten von Ärzten und Psychotherapeuten. Die Kommunikation zwischen den Akteuren im Gesundheitssystem geschieht demnach allerdings noch überwiegend auf Papierbasis, gibt Dr. Martin Albrecht vom IGES Institut gegenüber Inforadio vom rbb an. Rund 90 Prozent der Befragten nutzen diesen Weg.

Doch sei die Patientendokumentation zu 75 Prozent digital, auch würden Programme zur Arzneimitteltherapiesicherheit von 60 Prozent der Hausärzte angewendet. Auch technische Geräte mit digitalen Schnittstellen stünden in drei Viertel der Praxen, allerdings sei hier die Übermittlung von Daten an das Praxisverwaltungssystem noch ein grundlegendes Problem, das es zu beheben gelte, berichtet KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen gegenüber dem Inforadio des rbb. Gleiches gelte für die elektronische Patientenakte (ePA), für die eine einheitliche Struktur eingeführt werden müsse.

Insgesamt zeigt sich die KBV aber zufrieden. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen sagte gegenüber Inforadio: „Die Ergebnisse sind für uns positiv, aber nicht wirklich überraschend. Es zeigt, dass Ärzte als Berufsgruppe Digitalisierungsthemen offen gegenüber stehen, also: Wir sind technikaffin als Berufsstand.“

Beitrag des Inforadio vom rbb