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Einführung der 116117 läuft erfolgreich

Bundesweite Bereitschaftsdienstnummer - In den ersten drei Monaten schon weit mehr als eine halbe Million Anrufe. Weiterleitung zum ärztlichen Bereitschaftsdienst funktioniert reibungslos.

Berlin, 25. Juli 2012 – Die Einführung der bundesweiten Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst  läuft erfolgreich. Seit Mitte April gingen bei der 116117 über 640.000 Anrufe ein. „Damit wählt bereits jeder dritte Bundesbürger, der nachts oder am Wochenende ambulante ärztliche Hilfe benötigt, die bundesweite Nummer und nicht mehr die regionale“, teilte Kassenärztechef Dr. Andreas Köhler mit. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) wurden die Anrufer schnell und problemlos mit dem Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe verbunden.

Die KBV führt die 116117 seit Mitte April gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ein, um die Erreichbarkeit des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, zum Beispiel bei hohem Fieber oder starken Bauchschmerzen, zu verbessern. Damit gibt es jetzt in Deutschland neben der Notrufnummer 112 auch eine einheitliche Nummer für nicht lebensbedrohliche Krankheitsfälle.

„Wer außerhalb der regulären Praxissprechzeiten dringend einen Arzt benötigt, muss nicht mehr lange nach der richtigen Rufnummer suchen. Über die 116117 wird er direkt mit dem Bereitschaftsdienst in seiner Nähe verbunden“, erläuterte Köhler. Dies spare nicht nur Zeit, sondern gebe auch Sicherheit. „Für die meisten Menschen ist es beruhigend zu wissen, wo sie im Krankheitsfall Hilfe erhalten.“ Die Rufnummer ist für die Anrufer kostenfrei.

In den ersten drei Monaten seit Start der 116117 wurden über 80 Prozent der Anrufer automatisch an den jeweiligen regionalen Bereitschaftsdienst weitergeleitet. Bei den anderen übernahmen Mitarbeiter eines Service-Centers die Weiterleitung, wenn der Standort des Anrufers nicht über die Vorwahl oder die Postleitzahl ermittelt werden konnte. „Das System funktioniert einwandfrei“, betonte Köhler. Größere Probleme traten nicht auf.

Bereits heute erreichen über 83 Prozent der Einwohner in Deutschland den ärztlichen Bereitschaftsdienst über die 116117. Nur in wenigen Regionen ist die Durchwahl noch nicht verfügbar. Das Saarland will noch in diesem Jahr mit der Einführung beginnen. In Baden-Württemberg soll die Nummer im nächsten Jahr kommen, wenn die Reform des regionalen Bereitschaftsdienstes abgeschlossen ist. Auch die Hessen können jetzt fast überall im Land neben den alten regionalen Nummern die 116117 wählen. Brandenburg ist das erste Bundesland, das nur noch die 116117 anbietet.

Die Nummer 116117 darf nicht mit dem Rettungsdienst verwechselt werden, der in lebensbedrohlichen Situationen Hilfe leistet. Bei Notfällen wie Herzinfarkt und schweren Unfällen muss unverändert die Notrufnummer 112 gewählt werden.