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Bürokratie abbauen: Ärzte sollen wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben

Zielsetzung - Die KBV hat wieder eine Doppelspitze: Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender, und Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand, haben ein straffes Arbeitsprogramm vor sich.

Berlin, 17. Juli 2012 – Nach der Vertreterversammlung im Mai hat sich das neue Vorstands-Duo der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute erstmals in Berlin vorgestellt. „Ich bin froh, dass der Vorstand nun wieder komplett ist und wir uns mit doppelter Kraft den Aufgaben der nächsten Monate widmen können. Gemeinsam wollen wir die Rahmenbedingungen für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten verbessern“, sagte Dr. Andreas Köhler.

Seine Vorstandskollegin, Dipl.-Med. Regina Feldmann, ist für den hausärztlichen Bereich zuständig. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es, mehr Nachwuchsmediziner für den Hausarztberuf zu begeistern. „Bei den Allgemeinmedizinern sind die Zulassungszahlen insgesamt rückläufig. Deshalb wollen wir die Weiterbildung in der ambulanten Medizin grundsätzlich und im Fach Allgemeinmedizin im Besonderen stärken und unterstützen.“

Ganz oben auf der Agenda des KBV-Vorstands steht das Thema Bürokratieabbau. Dazu führte KBV-Chef Köhler aus: „Der Ärztemonitor, in dessen Rahmen rund 11.000 Niedergelassene befragt wurden, hat noch einmal deutlich gemacht, dass das größte Ärgernis in den Praxen die Bürokratie ist. Alle strukturellen Reformen werden wenig nützen, solange Ärzte und Psychotherapeuten das Gefühl haben, dass das, was ihnen vor allem fehlt, Zeit für ihre Patienten ist. Dies zu ändern ist deshalb eines unserer wichtigsten Ziele.“

Regina Feldmann ergänzte: „Das Problem der Bürokratie betrifft Hausärzte gerade aufgrund ihrer Schnittstellenfunktion in besonderem Ausmaß. Alleine die Flut an Formularen, die ich als Hausärztin regelmäßig für die verschiedenen Kostenträger ausfüllen muss, ist enorm.“

Wichtige Themen stellen auch die Neuausrichtung der Bedarfsplanung und die Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes dar. Köhler verwies in seiner Rede auf einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit: „Ein ganz wichtiges Ziel ist die dauerhafte Trennung der Vergütungstöpfe für Haus- und Fachärzte. In diesem Kontext steht auch das Problem, dass bislang sämtliche psychotherapeutischen Leistungen aus dem Facharzttopf vergütet werden. Weil aber psychische Erkrankungen stark zunehmen, werden der medizinischen fachärztlichen Versorgung Gelder entzogen. Hierfür brauchen wir dringend eine Lösung. Die KBV hat der Politik bereits einen Vorschlag unterbreitet. Dieser sieht unter anderem vor, die antrags- und genehmigungspflichtige Richtlinienpsychotherapie extrabudgetär zu vergüten.“