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Arzneimittel einfach und sicher verordnen

Software-Update - Für Softwarehäuser gelten bei Arzneiverordnungsprogrammen neue Vorgaben. Viele haben die Anforderungen mittlerweile umgesetzt.

Berlin, 10. Juli 2012 – „Die aktualisierte Arzneiverordnungssoftware soll das manipulationsfreie Verschreiben von Arzneimitteln ermöglichen und Ärzten dadurch mehr Schutz vor Regressen bieten. Sie soll den eingespielten Workflow bei Hinweistexten (z.B. zur Arzneimittel-Richtlinie) in den Praxen nicht beeinflussen. Das haben wir klar im Anforderungskatalog an die Softwarehäuser geregelt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler.

Von verschiedenen Ärzten ist der KBV berichtet worden, dass es Probleme bei einigen Produkten der Firma CompuGroup gibt. Der Arbeitsablauf werde teilweise verlängert. Zeitgleich zu den aktualisierten Vorgaben an Arzneiverordnungssoftware hat die CompuGroup eine neue Arzneimitteldatenbank eingeführt. Mehrere andere Anbieter haben bereits Lösungen gefunden, bei denen es zu keiner spürbaren Verlängerung des Arbeitsablaufs kommt.

Das Arzneimittelverordnungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) von 2006 schreibt vor, dass Arztpraxen nur noch Softwareprodukte nutzen dürfen, die eine manipulationsfreie Verordnung von Arzneimitteln gewährleisten. Aufgrund dieses gesetzlichen Auftrags und im Sinne der niedergelassenen Ärzte haben die KBV und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen entsprechende Vorgaben für Softwarehäuser gemacht und diese zum 1. Juli 2012 noch einmal konkretisiert. Die KBV prüft die Arzneiverordnungssoftware und übernimmt deren Zertifizierung.

Ärzte sollen von verfälschten Preisvergleichslisten, Pop-ups mit indikationsbezogener Werbung und automatischen Häkchen bei Aut-idem verschont bleiben. Deshalb darf Werbung nicht mehr vom Verordnungsvorgang ablenken, außerdem sind Aut-idem-Einstellungen nur noch in bestimmten Fällen erlaubt.