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Köhler: Pflegebedürftige gemeinsam unterstützen

Vertragsentwurf - Die KBV will die medizinische Versorgung für Heimbewohner verbessern. Dazu hat sie ein Versorgungskonzept zur "ärztlichen Teambetreuung in Pflegeeinrichtungen" entwickelt.

Berlin, 23. April 2012 – „Mit dem demografischen Wandel entstehen neue Herausforderungen. Vor allem in der Versorgung von Heimbewohnern fehlen adäquate Lösungen. Wir haben ein Konzept erarbeitet, bei dem ein Team von Haus- und Fachärzten in Zusammenarbeit mit den Pflegekräften eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Versorgung in Pflegeeinrichtungen sicherstellen soll“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, in Berlin.

In Pflegeheimen leben häufig ältere, chronisch kranke oder demente Personen. Das erfordert spezielle Versorgungslösungen. Deshalb appellierte Köhler an die Krankenkassen: „Gemeinsam müssen wir uns dieser Herausforderung stellen.“ Er begrüßte daher ausdrücklich das Ziel des geplanten Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes, die Versorgung von Patienten in Pflegeeinrichtungen zu stärken.

Die KBV greift mit der Vorstellung dieses Versorgungskonzeptes bereits einen im Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz verankerten Auftrag aktiv auf. Demnach soll sie gemeinsam mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung eine Vereinbarung zur Verbesserung der Qualität der Versorgung von Patienten in Pflegeeinrichtungen schließen. Dies wird im Benehmen mit den Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen und den Verbänden der Pflegeberufe auf Bundesebene erfolgen.

Für die rund 700.000 vollstationär dauerpflegebedürftigen Patienten in Deutschland bedeutet das Versorgungskonzept der KBV zur „ärztlichen Teambetreuung in Pflegeeinrichtungen“ einen Mehrwert in der Betreuung. Die Versorgungsqualität soll durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Pflegepersonal optimiert werden. Daran sind sowohl Hausärzte als auch Fachärzte zum Beispiel für Urologie beziehungsweise Gynäkologie, für Neurologie oder für Nervenheilkunde beteiligt.

Patienten haben immer einen direkten Ansprechpartner, weil die Behandlung unter den Ärzten enger abgestimmt ist. Das führt zu einer erweiterten Visitenrufbereitschaft. Beispielsweise profitieren besonders multimorbide Patienten, die viele verschiedene Arzneimittel einnehmen, von der verbesserten Kommunikation unter den behandelnden Ärzten. Den Patienten in Pflegeeinrichtungen bleiben durch die koordinierte Teambetreuung vermeidbare Krankenhausaufenthalte erspart.