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Köhler: „Professionelles Entlassmanagement der Krankenhäuser entlastet Arztpraxen“

Vorschläge von Minister Gröhe – Am Wochenende äußerte sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) unter anderem zu den Themen Niederlassung auf dem Lande sowie Wartezeiten-Management.

Berlin, 7. Januar 2014 – „Der drohende Ärztemangel steht auch bei der neuen Bundesregierung ganz oben auf der Themenagenda. Zudem erkennt sie – das spiegelt sich im Koalitionsvertrag wider – die wertvolle Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten an. Das ist zu begrüßen und findet unsere volle Unterstützung“, erklärte heute Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Berlin.

Zu dem Vorhaben, die Wartezeiten auf Termine zu verkürzen, indem sich Patienten an eine Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden, betonte der KBV-Chef: „Zwei Drittel der Bundesbürger erhalten entweder sofort oder innerhalb von drei Tagen einen Termin. Das hat die repräsentative Versichertenbefragung der KBV im vergangenen Jahr gezeigt. Grundsätzlich sind die Versicherten mit der Terminsituation zufrieden.

Trotzdem gibt es aber in Einzelfällen durchaus Probleme bei den Wartezeiten, die gelöst werden müssen. Ärzte und Psychotherapeuten dürfen dann aber nicht finanziell dafür bestraft werden, wenn sie zusätzliche Patienten annehmen. Dies geschieht leider noch viel zu oft wegen des versorgungsfeindlichen Budgetdrucks, unter dem die ambulante Versorgung steht. Wir werden trotzdem kurzfristig Lösungsvorschläge und Maßnahmen erarbeiten, die von Ärzten und Patienten gleichermaßen akzeptiert werden.“

Das entbinde die Politik aber nicht von ihrer Verantwortung, verlässliche Rahmenbedingungen für die Niederlassung zu schaffen. Zugleich forderte Köhler von den Krankenhäusern ein „sachgerechtes Entlassmanagement“ ein.

Dazu erklärte er: „Die niedergelassenen Kollegen brauchen alle notwendigen Informationen, damit sie Patienten, die aus dem Krankenhaus kommen, ohne Reibungsverluste weiterbehandeln können. Leider mangelt es bei vielen Krankenhäusern an einem professionellen Entlassmanagement. Hier steckt noch viel Entlastungspotenzial, das den niedergelassenen Praxen und letztlich kürzeren Wartezeiten für Patienten zugute kommt.“

Den Vorschlag, für Studenten den Zugang zum Medizinstudium zu erleichtern, wenn sie später als Landarzt arbeiteten, hielt Köhler für bedenkenswert. „Jeder Vorschlag, der dazu dient, frei werdende Arztsitze zu besetzen, ist sinnvoll.“