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Zuwendung hilft oft mehr als ein Rezept

Deutscher Ärztetag – "Nur ein Arzt, der sich auf sein Tun konzentrieren kann, wird dem wachsenden Bedürfnis unserer Gesellschaft nach ärztlicher Kunst gerecht", stellte heute der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, auf dem Deutschen Ärztetag in Düsseldorf klar.

Düsseldorf, 27. Mai 2014 – Er sprach sich gegen „Wirtschaftlichkeits-Rechenschieber im Kopf“ und eine auf der EU-Ebene angedachte stärkere Normierung von Gesundheitsdienstleistungen aus.

„Warum brauchen wir so viele Ärzte und Psychotherapeuten? Nicht nur aufgrund der demographischen Entwicklung, sondern auch, weil es viele Menschen gibt, die sonst niemanden mehr haben, der ihnen zuhört“, führte der KBV-Chef aus. „Zuwendung hilft oft mehr als ein Rezept.“

Er merkte selbstkritisch an: „Wir dürfen uns nicht selbst in Schemata pressen lassen. Hier auch einmal Widerstand zu leisten und mehr das große Ganze im Blick zu haben, das, was ein Arzt sein eigentlich bedeutet, das wünsche ich mir von unserer gemeinsamen Selbstverwaltung.“

Gassen hob die Vielfalt des deutschen Gesundheitswesens als seine Stärke hervor. „Dies beinhaltet auch die Zusammenarbeit aller medizinischen und nichtmedizinischen Professionen. Allerdings nicht im Sinne der Substitution ärztlicher Leistungen. Hier gilt es, den Fehlentwicklungen rechtzeitig vorzubeugen. Es darf keinen Arzt light geben.“