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Qualitätsmanagement (QM)

Qualitätsmanagement zielt auf eine patientenorientierte Prozessoptimierung und größtmögliche Patientensicherheit.

QM ist ein „… systematischer Weg, um sicherzustellen, dass Maßnahmen so ausgeführt werden, wie sie geplant sind… es geht darum, Probleme von Anfang an zu vermeiden, indem die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, die eine Vermeidung möglich machen“ (Crosby 1979).

QM - ein Instrument der Unternehmensführung

Keine Organisation kann ohne Grundsätze geführt werden – dies gilt für kleine und große Praxen, mit oder ohne Mitarbeiter, für fachübergreifende, überörtliche oder interdisziplinäre Kooperationen. In allen Bereichen – von der Anmeldung über die diagnostischen und therapeutischen Leistungen bis hin zum Notfall-, Hygiene- oder Gerätemanagement – werden schon heute Instrumente des Qualitätsmanagements (QM) im Alltag angewandt. Dies auf alle relevanten Bereiche auszudehnen, trägt wesentlich zum Erfolg einer Praxis oder eines Medizinischen Versorgungszentrums bei. Häufig erfolgt dies ganz selbstverständlich, ohne dass es bewusst als QM bezeichnet wird.

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QM ist zu allererst Teamarbeit: Gemeinsam die Bereiche der Praxis/ des MVZ näher anzuschauen, die von einer Verbesserung profitieren können, ist der Ausgangspunkt der Einführung eines Qualitätsmanagements (sogenannte Selbstbewertung). 

Bewerten Sie den IST-Zustand Ihrer Praxis selbst und schätzen Sie anhand unseres Selbstbewertungsbogens ein, inwieweit Sie die in der QM-Richtlinie geforderten Grundelemente und Instrumente des QM in Ihrer Praxis umgesetzt haben.

Sich nach einer Selbstbewertung an die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen zu machen, mit einer eindeutigen Aufgabenverteilung und einem klaren Zeitplan, ist der nächste Schritt. Dem folgen die regelmäßige Überprüfung des Erreichten an den selbst gesetzten Zielen und die kontinuierliche strategische Weiterentwicklung. Dieser sogenannte „Plan-Do-Check-Act“ (PDCA)-Zyklus hilft dabei, die in den Praxen/ MVZ geleistete Arbeit weiterzuentwickeln und zukunftssicher zu machen.

Der PDCA-Zyklus beschreibt das praktische Vorgehen im Qualitätsmanagement. Er wird auch als Management-Zyklus, Qualitätskreislauf oder Deming-Zyklus (benannt nach dem Mitbegründer der Qualitätswissenschaft, dem Amerikaner W. E. Deming) bezeichnet.

Ist schließlich systematisiert ein QM über alle Bereiche eingeführt, können Sie sich die Einführung des Qualitätsmanagements im Rahmen einer Zertifizierung bestätigen lassen. Dies ist eine Entscheidung der Praxis/ des MVZ für sich selbst und in keiner Weise Pflicht – die Erfahrung lehrt jedoch, dass für viele Teams nach getaner Arbeit diese „Anerkennung“ durch einen externen Fachmann wichtig ist. Das Zertifikat trägt dann dazu bei, dass die Qualität auch für Patienten und Kostenträger sichtbarer wird und macht allen deutlich, dass man es gemeinsam geschafft hat, die Praxis/ das MVZ nach vorne zu bringen.

Finanzielle Förderung der Beratung zur Einführung und Weiterentwicklung von QM

Falls Sie externe Beratung in Anspruch nehmen möchten, können Sie bis zu 50% (bis zu 80% in den neuen Bundesländern) der Kosten erstattet bekommen.

Achtung: Seit 2016 muss die Förderung vor Beginn der Beratung beim Bundesamt beantragt werden.

Weitere Informationen direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hier.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten sowie mit Mitarbeitern von Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und QM-Experten unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen ein für Praxen und MVZ spezifisches Qualitätsmanagementverfahren entwickelt: „QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen“