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Recall-Management

Recall-Management

Früherkennungsuntersuchungen richtig in den Praxisalltag integrieren

Vertragsärzten kommt bei der Erhöhung der Teilnahmeraten an Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen eine wichtige Rolle zu. Sie haben einen großen Einfluss auf die Motivation ihrer Patienten, an solchen Untersuchungen teilzunehmen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen daher Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie und Ihr Praxisteam gezielt Patienten ansprechen sowie Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in Ihren Praxisalltag einbauen können.

Mit einer systematischen Integration von Präventionsleistungen in das eigene Praxismanagement können Sie die Teilnahmeraten steigern und Patienten langfristig an Ihre Praxis binden. Und: Vorsorge- und Früherkennungsleistungen sowie Impfungen werden zu festen Preisen ohne Mengenbegrenzung vergütet.

So können Sie Ihre Patienten zur Vorsorge motivieren

Eigenes Leistungsspektrum ermitteln

Prüfen Sie, welche Präventionsleistungen Sie entsprechend Ihrer Qualifikation anbieten können. Beachten Sie dabei, dass für die Durchführung und Abrechnung bestimmter Untersuchungen, wie beispielsweise das Hautkrebsscreening, eine spezielle Genehmigung Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erforderlich ist.

Darüber, welches Spektrum an Vorsorgeleistungen für Ihre Fachrichtung und Praxis sinnvoll ist, welche Qualifikationen bzw. Genehmigungen Sie dafür benötigen und ob es ggf. zusätzliche Vereinbarungen mit regionalen Krankenkassen gibt, kann Ihre KV Auskunft geben.

Patienten gezielt ansprechen

Um die Motivation Ihrer Patienten zu erhöhen, an Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen teilzunehmen, sollten Sie sie gezielt auf dieses Thema ansprechen:

  • Nutzen Sie möglichst jeden Arzt-Patienten-Kontakt zur aktiven Ansprache
  • Beziehen Sie Ihr Praxispersonal ein. Schaffen Sie ggf. Anreizsysteme (z.B. durch Prämien), um die Motivation der Angestellten zu erhöhen, die Patienten gezielt auf mögliche Früherkennungsuntersuchungen anzusprechen und auf die Einhaltung von Kontrollterminen zu achten.
  • Legen Sie entsprechende Informationsmaterialien und Broschüren im Wartezimmer aus.

Patienten gezielt erinnern

Um auch Patienten zu erreichen, die nicht regelmäßig in die Praxis kommen, bietet sich eine gezielte schriftliche oder telefonische Erinnerung (Recall) an. Ein Recall ist für jeden Patienten, der in Ihrer Praxis behandelt wurde, erlaubt.

Wichtig ist sein Einverständnis: Der Patient muss sich mittels Unterschrift einverstanden erklären, dass Sie ihn an notwendige Untersuchungen oder Impfungen erinnern und in die Praxis einbestellen (siehe Muster-Einverständniserklärung unten).

Bitte unbedingt beachten: Der Recall ist eine vertrauliche Information. Daher muss der Patient persönlich angeschrieben (z.B. Brief, E-Mail) oder angesprochen werden. Eine Erinnerung per Postkarte ist aus Datenschutzgründen nicht erlaubt.

Praxisinternes Erinnerungs- und Terminmanagement

Um Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen systematisch in den Praxisalltag einbauen zu können, sollten bestimmte Maßnahmen getroffen werden. Dabei spielt die praxisinterne Erinnerung eine wichtige Rolle.

So können Sie einmal ihre Patientenkartei durchgehen und vermerken, für wen welche Untersuchungen in Frage kommen. Oder Sie nutzen dafür ein EDV-Programm.

In vielen Praxisverwaltungssystemen (PVS) sind solche Recall-Systeme integriert, die beispielsweise beim Aufruf eines Patienten oder über Patientenlisten Recall-Bedarf anzeigen. Informieren Sie sich bei Ihrem PVS-Anbieter, welche Möglichkeiten Sie mit Ihrer Praxissoftware nutzen können.

Wichtig ist auch ein systematisches Sprechzeiten- und Terminmanagement. So können Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen fest in den Praxisalltag integriert werden, wenn diese gezielt angeboten werden, z. B. an einem bestimmten Nachmittag bzw. Abend in der Woche, so dass auch Berufstätige diese Leistungen wahrnehmen können.

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