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Veranstaltungen

KBV Sicherstellungskongress 2017

27.-28. Juni 2017 im dbb Forum Berlin

Der Sicherstellungsauftrag ist ein konstituierendes Element des KV-Systems. Die damit einhergehenden Anforderungen, um die ambulante Versorgung der Bevölkerung flächendeckend zu gewährleisten, bringen regelmäßig neue Herausforderungen für das KV-System, aber auch innovative Ideen und Lösungsansätze mit sich.

Auf dem KBV-Sicherstellungskongress fanden zu Fragen der Sicherstellung Foren und Podiumsveranstaltungen statt. Parallel wurden etablierte und innovative Versorgungsprojekte vorgestellt.

  • Foto: Kristin Kahl (KBV)

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Kongress zur Sicherstellung


KBV-Sicherstellungskongress zeigt Lösungen für die Zukunft der Versorgung

Auf ihrem  Sicherstellungskongress bot die KBV  eine Diskussionsplattform für die Zukunftsperspektiven des Sicherstellungsauftrags. Am Dienstag dem 27. Juni fand eine Fachtagung des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) zu regionalen Fragen der Sicherstellung statt.

Am darauffolgenden Tag stand die Ausstellung erfolgreicher Modellprojekte der Kassenärztlichen Vereinigungen auf dem Programm. Zu Gast war auch Gesundheitsminister Herrmann Gröhe, der sich mit großem Interesse über die einzelnen Projekte informierte.

Den Höhepunkt des Kongresses bildete eine Podiumsdiskussion zwischen Minister Gröhe und dem KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Gassen am Mittwoch. Moderator Andreas Mihm von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lenkte das Gespräch über das zukunftsweisende Versorgungskonzept KBV 2020 auf das darauf resultierende Acht-Punkte-Programm.

Bericht weiterlesen

Gassen: „Ein klares Bekenntnis zur ambulanten Versorgung ist uns wichtig“

Zu Beginn des Gespräches betonte Gassen: „Ein klares Bekenntnis der Regierung zur am-bulanten Versorgung ist uns wichtig.“ Gröhe versicherte ihm im Laufe der Diskussion, dass ein solches Bekenntnis bereits im derzeitigen Koalitionsvertrag enthalten sei und seines Erachtens auch im kommenden Vertrag stehen könne.

In der Runde thematisiert wurden wesentliche Säulen des Acht-Punkte-Programms, allen voran die bessere Verzahnung ambulant-stationärer Versorgungsstrukturen und die Optimierung der Notfallversorgung. Außerdem kamen die Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie der Umgang mit homöopathischen Leistungen zur Sprache.


Gassen: „Wir haben sehr gute Krankenhäuser, wir haben nur viel zu viele Betten“

Wenn es um Zukunftsmöglichkeiten der Versorgung geht, so ist die Diskussion über Interessenkonflikte zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor nicht weit. Gröhe und Gassen waren sich in diesem Thema darüber einig, dass der eine Sektor dem anderen nicht vorzuschreiben habe, was zu tun ist.

Kooperation im Sinne der Patienten sei gefragt. Zudem betonte Gassen ausdrücklich, dass es der KBV nicht um Krankenhausschließungen ginge, sondern um den Abbau überzähliger Krankenhausbetten. Des Weiteren müsse man stationäre Standorte umstrukturieren und eine intersektorale Zusammenarbeit mit ambulantem Schwerpunkt fördern.

Gröhe: „Die Frage ist, wie wir mit gefühlten Notfällen umgehen“

Beim Thema Bereitschaftsdienst stellte sich die Frage nach den sogenannten ambulant-sensitiven Krankenhausfällen: Studien dazu, dass zahlreiche stationäre Fälle auch gut durch den ambulanten Bereitschaftsdienst versorgt wären, wurden noch einmal angesprochen.

Gassen sagte dazu: „Es gibt mehr gefühlte als tatsächliche Notfälle, aber wir wollen versuchen, die Patienten an diesem Punkt abzuholen.“ Man wolle ein Kommunikationsangebot kreieren, bei dem die Patienten anrufen und wo dann eine Triagierung seitens der KVen stattfindet.

Das Ziel sei, dass der Patient weiß: „Wenn die Hausarztpraxis zu hat und ich einen gefühlten Notfall habe, wähle ich die 116117 und da wird mir geholfen.“, so Gassen. Gröhe begrüßte diesen Vorschlag: „Uns stellt sich die Frage, wie wir mit gefühlten Notfällen umgehen. Ich bin froh, dass es gemeinsame Vorschläge gibt, auch wirtschaftlich kluge Vorschläge mit Qualitätssicherung und Vernetzung.“

 Das Stichwort Vernetzung führte zu der Frage nach der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Auch hier waren sich beide Gesprächspartner einig.

Laut Gröhe gäbe es keine Herausforderung, die nicht unter Zuhilfenahme der Digitalisierung gelöst werden könne, doch die Betonung blieb dabei, dass Digitalisierung lediglich ein Instrument und kein Selbstzweck sei.

Zur Homöopathie sagte Gassen abschließend: „Es ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung, das relativ knappe GKV-Geld für nicht-evidenzbasierte Leistungen auszugeben.“

Programm

Programm anzeigen

 27. Juni, 13-18 Uhr: Pre-Conference (Zi-Tagung)

28. Juni, 9-16 Uhr: Sicherstellungskongress
9-16 Uhr  Ausstellung: Projekte und Maßnahmen zur Sicherstellung
9-10.30 Uhr

Parallele Seminarreihen
Fachsessions, Vorträge und Diskussion

Sicherstellungs-Slam: Erfolgreiche Maßnahmen der Sicherstellung
Telefonservices: digitale Gesundheitsversorgung
Effektiv Kooperieren: Praxisnetze
Nachwuchssicherung: Kompetenzzentren

11-11.30 Uhr

Podium: moderiertes Gespräch
KBV 2020: Die Rolle der ambulanten Versorgung

  • Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister
  • Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender KBV
  • Moderation: Andreas Mihm, Frankfurter Allgemeine Zeitung
12-13.15 Uhr lunch
13.15-14 Uhr

Podium: moderiertes Gespräch
Wer versorgt uns 2030? Nachwuchssicherung in der Gesundheitsversorgung

  • Dr. Edgar Franke MdB (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses
  • Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Techniker Krankenkasse
  • Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach, Vorsitzender Sachverständigenrat Gesundheit
  • Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender KBV
  • Moderation: Andreas Mihm, Frankfurter Allgemeine Zeitung
14-16 Uhr

Parallele Seminarreihen
Fachsessions, Vorträge und Diskussion

Versorgung strukturschwacher Regionen
Sektorenübergreifende Notfallversorgung
Intersektorale Versorgung: Belegärzte
Train-the-Trainer: Weiterbilder-Fortbildungen

Download Programmflyer

Präsentationen der Vorträge zum Herunterladen

9-10.30 Uhr Sicherstellungs-Slam: Erfolgreiche Maßnahmen der Sicherstellung

Die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung insbesondere in strukturschwachen Regionen verlangt nach neuen Lösungsansätzen. In Kurzvorträgen werden sieben KV-Vertreter innovative Maßnahmen präsentieren, um bestehende oder drohende Versorgungsprobleme zu lösen, abzumildern oder zu verhindern.

9-10.30 Uhr Telefonservices: digitale Gesundheitsversorgung

Die Digitalisierung kann der effektiveren Ausgestaltung einer Gesundheitsversorgung dienen. Gerade vor dem Hintergrund der Ersteinschätzung von Patienten im Bereitschaftsdienst spielen Telefonservices heute schon eine große Rolle. In dieser Seminarreihe berichten Experten aus der Praxis vorhandener Strukturen im In- und Ausland.

9-10.30 Uhr Effektiv Kooperieren: Praxisnetze

Seit Beginn der Anerkennung förderungswürdiger Praxisnetze im Jahr 2013 wurden bislang über 60 Praxisnetze von Kassenärztlichen Vereinigungen anerkannt. Welche Auswirkungen die Anerkennungsmöglichkeit auf die Situation der Praxisnetze allgemein hat, beleuchten Vorträge von Praxisnetz-Akteuren aus verschiedenen Perspektiven.

9-10.30 Uhr Nachwuchssicherung: Kompetenzzentren

Vom Gesetz in die Praxis: Mit Inkrafttreten des Versorgungsstärkungsgesetzes (§ 75a SGB V) hatte der Gesetzgeber im Jahr 2015 ermöglicht, „Einrichtungen zur Steigerung von Qualität und Effizienz der Weiterbildung“ – oder kurz gesagt: Kompetenzzentren - zu fördern.

Zum 1. Juli 2017 starten die ersten geförderten Zentren mit ihren Angeboten an Weiterzubildende und Weiterbilder.

Die Session gibt einen Überblick über unterschiedliche Ansätze in den Regionen aus der Warte jeweils verschiedener Akteure.

14-16 Uhr Versorgung strukturschwacher Regionen

Anknüpfend an die Diskussionen und Ergebnisse der Pre-Conference wird die medizinische Versorgung strukturschwacher Regionen im breiteren Kontext der öffentlichen Daseinsvorsorge diskutiert werden.

Impulsreferate von Vertretern der Krankenkassen, der KVen und der Kommunen sowie ein internationaler Beitrag aus Frankreich greifen das Themenfeld auf und präsentieren Erfahrungen und Lösungsansätze aus unterschiedlichen Perspektiven.

14-16 Uhr Sektorenübergreifende Notfallversorgung

Spätestens mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) ist die Diskussion um die Vorhaltung von Notambulanzen durch Krankenhäuser entfacht. Die sektorenübergreifende Anlage eines gestuften Versorgungsangebotes außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten erfordert darüber hinaus weitergehende Ansätze der Planung und Vergütung.

Anhand von Beispielen aus dem europäischen Ausland sollen die Versorgungsrealität in der Notfallversorgung in Deutschland beleuchtet und neue sektorenübergreifende Ansätze diskutiert werden.

14-16 Uhr Intersektorale Versorgung: Belegärzte

Eine traditionelle Versorgungsform neu denken:

Niedergelassene Ärzte, die eigene Patienten als Belegärzte stationär betreuen, bieten eine fachkompetente und schnittstellenarme Versorgung zum Vorteil der Patienten. Gleichzeitig werden knappe Ressourcen geschont und die sektorenübergreifende Versorgung ausgebaut.

Ziel der Sitzung ist es deshalb, das Potenzial der belegärztlichen Versorgung neu zu bewerten und Handlungsbedarfe zu identifizieren.

14-16 Uhr Train-the-Trainer: Weiterbilder-Fortbildungen

Vom Wissen zum Können – welche Methoden und Ansätze sind in der ambulanten Weiterbildung geeignet, medizinisches und praktisches Know-How zu vermitteln?

In der Session präsentieren erfahrene Experten unterschiedliche Konzepte aus verschiedenen Fachgruppen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die „Anvertraubaren Professionellen Tätigkeiten“.

Ausstellerprojekte

Folgende Aussteller präsentieren am 28. Juni, von 9-16 Uhr, ihre Ansätze und Maßnahmen zu Aspekten der Sicherstellung auf der Ausstellungsfläche.

Überregional

Agentur deutscher Arztnetze e.V. (ADA)

Die (ADA) ist die Dachorganisation der Gesundheitsnetze und -verbünde in Deutschland, die ihre Mitglieder auf dem Weg der Professionalisierung unterstützt und als Dienstleister für Vertrags- und Versorgungskonzepte auftritt. Ärztenetze leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung, indem sie dabei helfen, Versorgungsstrukturen in unterversorgten Regionen zu erhalten und regionale Versorgungsunterschiede auszugleichen.

Junges Blut im Labor

(Akkreditierte Labore in der Medizin, ALM e.V.)

Mit dem Projekt “Junges Blut im Labor” will der ALM e.V. mehr junge Menschen für die Arbeit in einem medizinischen Labor begeistern, um die Zukunft der Versorgung mit Labor sicherzustellen. Dabei sollen die vielfältigen Berufsbilder in medizinischen Laboren als attraktive, zukunftsweisende Fachrichtungen positioniert, medizinisch-technischer Nachwuchs gesichert und Medizinstudierende für die Fachrichtung Labormedizin gewonnen werden.

Anvertraubare Professionelle Tätigkeiten (APT)

(Deutsche Gesellschaft für Allgemeine Ambulante Pädiatrie, DGAAP)

Kompetenzbasierte strukturierte Weiterbildung, die auf etablierte didaktische Modelle gründet, soll die ambulante Versorgung verbessern. Der dafür vorgesehene APT-orientierte Ansatz ist das in den letzten Jahren am intensivsten rezipierte Modell in der Medizindidaktik. APT bezeichnet die zentralen Tätigkeiten eines Faches. An den meisten dieser Tätigkeiten sind mehrere Professionen beteiligt, weshalb der APT-basierte Ansatz das interdisziplinäre Lernen fördert.

Nachwuchsakademie Allgemeinmedizin

(Deutsche Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, DESAM)

In der 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) konzipierten Nachwuchsakademie werden Medizinstudierende langfristig in einem speziellen und bundesweit einmaligen Programm gefördert. Mit Beginn des Jahres 2017 bündelt die DEGAM nun ihre Nachwuchsarbeit unter dem Dach ihrer Stiftung und hält somit an deren bereits 1973 formuliertem Zweck fest, „auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin die Forschung, Aus-, Weiter- und Fortbildung zu fördern“.

Junge Allgemeinmedizin Deutschland (JADE)

Die JADE ist die bundesweit vernetzte Arbeitsgemeinschaft junger Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin bzw. junger Fachärzte dieses Fachs mit über 1500 Mitgliedern. Wir haben zum Ziel, die Aus- und Weiterbildungs-, Arbeits-, Fortbildungs- und Forschungsbedingungen der jungen Allgemeinmediziner in Deutschland kontinuierlich zu verbessern. Wir wollen die Beteiligung junger Allgemeinmediziner in Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung erhöhen und zur Mitarbeit in denselben motivieren.

KV-Connect und zugehörige Anwendungen

(KV Telematik)

KV-Connect ist ein Kommunikationsdienst im Sicheren Netz der KVen (SNK) über den Ärzte untereinander, mit Krankenhauskollegen oder mit KVen kommunizieren und vor allem Befund- und Patientendaten gesichert, schnell, modern und datenschutzkonform austauschen können, der demnächst für den Einsatz über die Telematikinfrastruktur (TI) zertifiziert wird.

eTerminservice

(KV Telematik)

Der eTerminservice ist eine überregionale IT-Lösung zur Unterstützung für die Terminservicestellen (TSS) der KVen. Mittlerweile nutzen 12 KVen vollumfänglich den eTerminservice. Die elektronische Plattform unterstützt die TSS so, dass die Terminbuchung digital erfolgt und somit ohne Telefonkontakt möglich ist.

Netzwerk zur Sicherstellung der flächendeckenden, nephrologischen Versorgung

(Verband Deutsche Nierenzentren e.V.)

Ziel des Verbands und seiner Netzpartner ist die berufspolitische und rechtliche Sicherung einer flächendeckenden Behandlung chronisch nierenkranker und terminal niereninsuffizienter Patienten im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung. Neben einem breiten Portfolio bestehend aus Nachwuchsförderung, Patientenservices, Medikamentenversorgung über die Zentrale Beschaffungsstelle für Arzneimittel (ZBS), Datenanalysen und Registerstudien in der nephrologischen Versorgung wird das Versorgungsmodell „Pro Niere“ vorgestellt.

Baden-Württemberg

Notfalldienstreform in Baden-Württemberg - von 2014 bis heute

(Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg)

Ein wesentliches Ziel der Notfalldienstreform ist die gleichmäßige Dienstbelastung der Vertragsärzte unabhängig vom Praxisstandort. Vor allem in den ländlichen Räumen wird es zunehmend schwieriger, den Bereitschaftsdienst mit niedriger Dienstbelastung zu organisieren. Geregelte Arbeits- und Bereitschaftsdienstzeiten spielen bei der Berufswahl der jungen Medizinern eine immer größere Rolle, weswegen die Bereitschaftsdienstreform eine von mehreren Maßnahmen der KVBW ist, um das Nachwuchsproblem auf dem Land anzugehen.

Elektronische Vernetzung von Praxen in der Region Heilbronn

(Mediverbund AG)

MEDIVERBUND, MEDI e.V., Audi BKK und AOK BW setzen eine fachübergreifende elektronische Vernetzung von 104 Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten mit der Vernetzungssoftware ViViAN („Virtuelle Vernetzung im Arztnetz“) in der Region Heilbronn um. Inhalt des Projektes sind ein Austausch von Behandlungsdaten und der Aufbau einer einheitlichen IT-Infrastruktur und Vernetzung sowie die Umsetzung und die Nutzung eines Netzmedikamentenplanes und einer Terminkoordination.

Bayern

Aktivitäten der KV Bayerns im Bereich Sicherstellung

(Kassenärztliche Vereinigung Bayerns)

Die KV Bayerns präsentiert ihre Sicherstellungsmaßnahmen im Überblick. Hierzu gehören neben Fördermaßnahmen in (drohend) unterversorgten Regionen, der Nachwuchssicherung und der Anpassung hausärztlicher Planungsbereiche auch die Umorganisation des bayernweiten Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Darüber hinaus werden die Tätigkeiten im Bereich der Versorgungsforschung vorgestellt.

Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

(Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Bayern, KoStA Bayern)

Die KoStA Bayern hat im Juli 2011 ihre Arbeit mit der Hauptaufgabe aufgenommen, Weiterbildungsverbünde in ganz Bayern zu etablieren – eine Flächendeckung ist verwirklicht. Eine weitere wesentliche ist Aufgabe die Optimierung der Weiterbildungsqualität. Diesem Zweck dient das die Weiterbildung begleitende Fortbildungs-Curriculum SemiWAM (Seminartage Weiterbildung Allgemeinmedizin). Weiteres Aufgabengebiet ist die Beratung von Studierenden, Weiterzubildenden und Weiterbildern.

Brandenburg

Aktivitäten der KV Brandenburg im Bereich Nachwuchsgewinnung

(Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg)

Die KV Brandenburg hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket der Nachwuchsgewinnung geschnürt, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Brandenburg sicherzustellen. Dazu zählen die Etablierung von KV RegioMed Lehrpraxen und Mentorenprogramm. Ferner werden Medizinstudierende, die Weiterbildung von Haus- und Fachärzten sowie die Niederlassung und Anstellung von Vertragsärzten fördert.

IGiB - StimMT

(Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg)

IGiB – StimMT ist mehr als ein Projekt. Es ist ein Ansatz, aus den Prävalenzen in der Region Templin eine Prognose auf Erkrankungen in den nächsten Jahren/Jahrzehnten zu geben und Schlüsse zu ziehen, wie die Versorgungsstrukturen in der Zukunft auszusehen haben, um ein zukunftsfähiges, bedarfsadäquates und damit passgenaues regionales Versorgungsangebot durch stationär-ambulante Strukturmigration unter Einbeziehung von Pflege, Heilmittelerbringung etc. zu schaffen. Templin wird somit Blaupause für die nachhaltige medizinische Versorgung ländlicher Regionen in Deutschland.

Hessen

„In die Praxis, fördern, los!“ - Sicherstellungsrichtlinie der KV Hessen und das Kompetenzzentrum Hessen

(Kassenärztliche Vereinigung Hessen)

Die KV Hessen nutzt den Gestaltungsspielraum der Bedarfsplanung und steuert hausärztliche Kapazitäten über den altersbedingten Nachfolgebedarf und mittels der Berechnung eines fiktiven, gemeindebezogenen Versorgungsgrades.

Parallel aktiviert und stärkt sie mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen den ärztlichen Nachwuchs. Das setzt zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Aus-und Weiterbildung an. Ziel ist es, die flexiblen ambulanten Tätigkeitsformen als spannende und vielfältige berufliche Perspektive möglichst früh in den Köpfen der Nachwuchsmediziner zu verankern.

An den Universitäten Frankfurt am Main und Marburg unterstützt ein Kompetenzzentrum die Ärzte in Weiterbildung auf ihrem Weg zum Facharzt. Ein attraktives Seminar- und Mentoringprogramm schafft früh Kontakt zur Praxis und bietet eine Plattform zum Austausch.

Mecklenburg-Vorpommern

Vernetzte Versorgung aus einer Hand

(Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern)

Die AOK Nordost, das HaffNet Ärztenetz, die AMEOS Klinika Ueckermünde und Anklam sowie die KV Mecklenburg-Vorpommern haben einen Selektivvertrag “Mein AOK-Gesundheitsnetz®“ mit dem Ziel der koordinierten sektorenübergreifenden Versorgung der Versicherten geschlossen. Im Fokus stehen ein koordiniertes Einweisungs- und Entlassmanagement einschließlich Heil- und Hilfsmittel- und HKP-Versorgung, ein gemeinsames Arzneimittelmanagement, gemeinsame Behandlungspfade und übergreifende Versorgungsstrukturen inkl. Fallmanagement.

Teledermatologie im ländlichen Raum

(Techniker Krankenkasse Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern)

Ziel der neuen Versorgungsform ist es, die Behandlung von hauterkrankten Patienten in strukturschwachen Regionen am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern mittels Auf- und Ausbaus telemedizinischer Strukturen sicherzustellen und somit die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Haus- und Hautärzten sowie Kliniken zu intensivieren. Mit Hilfe dieses innovativen Lösungsansatzes ist es möglich, Diagnostik, Konsultation und medizinische Notfalldienste aus der Ferne anzubieten.

Niedersachsen

Ärztlich Willkommen

(Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen)

Die Kampagne wurde eingerichtet, um Hausärzte sowie deren Familien für das ländliche Leben in Niedersachsen zu begeistern und ihnen das Thema Niederlassung auf dem Land attraktiv zu machen und findet in Kooperation mit 26 Kommunen, regionalen Wirtschaftsförderungen der Landkreise und dem Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weserstatt statt.

Patientenmobil im Landkreis Leer (Ostfriesland)

(Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen)

Der Landkreis Leer ist eine ländliche Region mit einem wachsenden Anteil der 65-jährigen und Älteren. Herausforderung ist es, die vertragsärztliche Versorgung in der Fläche sicherzustellen. In einem Pilotprojekt von 12 Monaten übernimmt die Weser-Ems Busverkehr GmbH (WEB) Patientenfahrten in Patientenmobilen.

Nordrhein-Westfalen

Neuropsychiatrische und psychotherapeutische Versorgung (NPPV)

(Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein)

Das Projekt NPPV etabliert eine gestufte und koordinierte Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen in der KV Region Nordrhein. Konkret erhalten betroffene Patienten die Möglichkeit, einen Bezugsarzt oder -psychotherapeuten zu wählen, der die komplette Therapie steuert und organisiert. Ziel ist die Verbesserung der Behandlungsqualität für Patienten und die Vermeidung der Chronifizierung von psychischen Erkrankungen.

Westfalen-Lippe: Land der Arzt- und Praxisnetze

(Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe)

Die KVWL fördert Praxisnetze auf eine sehr innovative Art. So wurden in den Jahren 2015 und 2016 10 Mio. von den Krankenkassen zur Förderung von Praxisnetzen zur Verfügung gestellt. Die KVWL möchte hier die geförderten 13 Projekte stellvertretend für die Arbeit der KVWL mit den Praxisnetzen vorstellen.

PRAXISSTART.info

(Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe)

Die Nachwuchskampagne ist im Herbst 2014 mit dem Ziel gestartet, Nachwuchsmediziner für eine Tätigkeit in der ambulanten medizinischen Versorgung – vor allem im ländlichen Raum – zu gewinnen. Zunächst stellte die Kampagne inhaltlich auf Weiterbildungsassistenten und Kliniker ab. Seit Herbst 2015 wendet sich die KVWL unter dem Motto „Nach der Theorie kommt die Praxis“ auch an Medizinstudierende.

Sicherstellung der ambulanten Versorgung in ländlichen Regionen in Deutschland – Forschungsprojekt Ermittlung von Bevölkerungspräferenzen zur institutionellen Gestaltung der ambulanten Versorgung

(Universität Duisburg-Essen)

Aufgrund der demografischen Entwicklung stellt sich zunehmend die Frage, wie eine wohnortnahe gesundheitliche Versorgung in ländlichen Gemeinden auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Zur Beantwortung werden vermehrt neue Versorgungskonzepte, wie z.B. Tele-Health Ansätze oder mobile Arztpraxen entwickelt. Im Rahmen des von der Leibniz Gemeinschaft geförderten Forschungsprojektes werden ca. 500 Personen in ländlichen Gemeinden in Westfalen-Lippe zu ihren Präferenzen der Ausgestaltung der zukünftigen ambulanten Versorgung befragt.

RVL - Regionales Versorgungskonzept Lippe GmbH

(Ärztenetz und Klinikum Lippe)

Die neu gegründete Gesellschaft RVL – Regionales Versorgungskonzept Lippe GmbH stellt die Versorgung von chronisch erkrankten Erwachsenen mit komplexen Versorgungsverläufen durch den strukturierten Einsatz von sektorenübergreifend agierenden Casemanagern (Gesundheitshelferinnen) sicher, indem durch Vernetzung mit allen an der Gesundheitsversorgung beteiligten Leistungserbringern z.B. Hausbesuche, präventive Maßnahmen, Dokumentation, Beratung u.v.m. erbracht werden.

Rheinland-Pfalz

Versorgungsindex – Beurteilung der Versorgungssituation in Rheinland-Pfalz

(Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz)

Die KV RLP hat eigens den „Versorgungsindex“ entwickelt, um den gegenwärtigen und zukünftigen Versorgungsbedarf differenziert und annähernd objektiv darzustellen. Insgesamt fließen 13 Parameter in den Index ein, um drohende Lücken in der Versorgung aufzudecken. Seit 2016 nutzt die KV RLP den Versorgungsindex auch dazu, Fördergebiete festzulegen.

Sachsen

Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“

(Kassenärztliche Vereinigung Sachsen)

Die KV Sachsen fördert gemeinsam mit den Sächsischen Krankenkassen seit 2013 das gebührenpflichtige deutschsprachige Medizinstudium an der Universität Pécs in Ungarn. Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Studierenden, im Anschluss an ihr Studium die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Städte Chemnitz, Leipzig und Dresden einschließlich Radebeul tätig zu sein.

ARMIN – Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen

Für eine sichere und noch bessere Medikamentenversorgung haben der Sächsische und der Thüringer Apothekerverband, die Kassenärztlichen Vereinigungen in Sachsen und Thüringen und die AOK PLUS gemeinsam im April 2014 die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen „ARMIN“ gestartet. Das Programm basiert auf drei Säulen: der Verordnung von Wirkstoffen statt spezifischen Medikamenten, einem Medikationskatalog zur Auswahl des besten Wirkstoffs sowie einem Medikationsmanagement, das die Arzneimittelsicherheit optimiert.

Sachsen-Anhalt

Wir versorgen Generationen – auch in Zukunft

(Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt)

Die KVSA hat eine Vielzahl von Maßnahmen im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung der Menschen in Sachsen-Anhalt entwickelt und setzt diese um. Die wesentlichen Bausteine sind die Förderung und praxisnahe Ausgestaltung der Ausbildung, Organisation der Weiterbildung, Strukturierung der Versorgung, Reform der Bereitschaftsdienststruktur, gute Versorgung alter Menschen und der Aufbau von Eigeneinrichtungen bei Bedarf.

Schleswig-Holstein

Sicherstellung zwischen den Meeren

(Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein)

Aufgrund der geographischen Lage Schleswig-Holsteins „zwischen den Meeren“ ergeben sich Aspekte bei der Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung, die ungewöhnliche Lösungen hervorgebracht haben. Neben diversen Sicherstellungskonzepten stellt die KV ihre Nachwuchskampagne und ihren allgemeinmedizinischen Bereitschaftsdienst mit 31 Anlaufpraxen vor, die direkt an ein Krankenhaus angeschlossen sind.

Thüringen

Stiftung ambulante ärztliche Versorgung

Unser Motto lautet: WIR fördern die ambulante Versorgung in Thüringen. In diesem Sinne haben wir ein Portfolio von Fördermaßnahmen aufgelegt, um dem medizinischen Nachwuchs die Vorzüge der ambulanten Versorgung näher zu bringen: die Unterstützung von Famulaturen, die Förderung des PJ’s und des Blockpraktikums, Thüringen-Stipendien, die Tätigkeit als angestellter Arzt in Stiftungs-Praxen, die finanzielle Förderung von Niederlassungen im ländlichen Raum.

Notdienststrukturen in Thüringen – zentrale Einsatzvermittlung

(Kassenärztliche Vereinigung Thüringen und KVT-Notdienst Service)

Im Jahr 2010 wurde der ärztliche Notdienstes in Thüringen umstrukturiert. Dabei wurden neue Notdienstbereiche festgelegt, zentrale Fahrdienststandorte aufgebaut und Notdienstzentralen an Kliniken eingerichtet. Im Jahr 2016 wurde eine zentrale Struktur zur landesweiten Einsatzvermittlung im ärztlichen Notdienst (Vermittlungszentrale) in Betrieb genommen.

ärztescout Thüringen

Zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung in (drohend) unterversorgten Regionen in Thüringen wurde in 2015 eine zentrale Koordinierungsstelle mit mehreren Projektpartnern an der Medizinischen Fakultät Jena eingerichtet, die sich an alle an der ambulanten Versorgung interessierten Medizinstudierenden, Ärzte in Weiterbildung und Fachärzte richtet. Ziel ist die Vernetzung mit bestehenden Strukturen und das Aufzeigen von Wegen in die ambulante Tätigkeit als Arzt in Thüringen.