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Qualitätssicherung (sektorenübergreifend)

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung (sQS)

Viele medizinische Leistungen werden heute sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor erbracht. Patienten werden im Verlauf einer Behandlung häufig in beiden Sektoren versorgt. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) daher verpflichtet, Maßnahmen der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung künftig grundsätzlich sektorenübergreifend zu erlassen. Behandlungsergebnisse können auf dieser Grundlage sektorenübergreifend erfasst und bewertet werden.

Die G-BA-Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) bildet dafür den rechtlichen Rahmen. Am 01.12.2010 trat die Erstfassung der Richtlinie in Kraft.

Rahmenbestimmungen - 1. Teil der Richtlinie

Die Rahmenbestimmungen beinhaltet die grundlegenden Strukturen und Prozesse, die zur Umsetzung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung erforderlich sind sowie auch die Aufgaben der beteiligten Organisationen.

Qesü-Richtlinie
Themenschwerpunktseite sQS des G-BA

Themenspezifische Bestimmungen - 2. Teil der Richtlinie

Mit den themenspezifischen Bestimmungen werden die verfahrensspezifischen Regelungen für die jeweiligen Qualitätssicherungsverfahren getroffen.

Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie (QS PCI)

Themenspezifische Bestimmungen:

Der G-BA hat Mitte Februar 2015 das erste themenspezifische Verfahren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung in einer Richtlinie beschlossen: Erste Untersuchungs- und Behandlungsmethode, bei der Vertrags- und Krankenhausärzte nach denselben QS-Vorgaben bewertet werden, ist die „Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie“. Seit dem 1. Januar 2016 sind alle invasiv tätigen Kardiologen zur Datenerhebung verpflichtet.

Weiterführende Informationen:

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA):
G-BA: Qesü-Richtlinie
G-BA: Patienteninformation (PDF-Datei)

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):
Zertifizierung (Software)
Zertifizierte Software (Zulassungsübersicht PVS)
Neue EBM-Regelung: Kardiologen erhalten Dokumentation vergütet

Praxisinformation: QS-Verfahren Koronarangiographie/PCI
Fragen und Antworten zur Datenerhebung für die sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG):
Spezifikationen
Indikatorenset

Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH (AQUA)
Verfahrensentwicklung des Qualitätssicherungsverfahrens PCI

Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Themenspezifische Bestimmungen:

Das zweite spezifische Verfahren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung befasst sich mit dem Thema der postoperativen Wundinfektionen und fußt auf zwei Säulen. Zum einen werden postoperative Wundinfektionen im Krankenhaus dokumentiert und mittels Sozialdaten, die bei den Krankenkassen vorliegen, mit dem Primäreingriff in Verbindung gebracht.

Somit ist es möglich, jede Wundinfektionen zurück zu verfolgen und dem Operateur (ambulant oder stationär) zurück zu spiegeln. Dieser Teil der Richtlinie wurde bereits im Dezember 2015 beschlossen.

Zum anderen sieht die Richtlinie eine jährliche Befragung zum Hygiene- und Infektionsmanagement jeder Betriebsstätte vor, welche im vorangegangenen Jahr eine definierte Operation durchgeführt haben (bspw. Praxen, MVZ oder OP-Zentren). Dieser Teil der Richtlinie wurde im Dezember 2016 vom G-BA beschlossen.

Weiterführende Informationen:

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA):

Qesü-Richtlinie

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):

Stellungnahme der KBV vom 25.04.2013 zum Vorbericht des AQUA-Instituts „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“

Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG):

Spezifikationen
Indikatorenset (PDF-Datei)
Synopse der Abschlussberichte (PDF-Datei)
Informationen für Krankenhäuser und Praxen (PDF-Datei)

Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH (AQUA):

Verfahrensentwicklung Nosokomiale Wundinfektionen