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Qualitätssicherung (sektorenübergreifend)

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung (sQS)

Viele medizinische Leistungen werden heute sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor durchgeführt. Auch werden Patienten im Verlauf einer Behandlung häufig in beiden Sektoren versorgt. Der Gesetzgeber hat deshalb den Gemeinsamen Bundesausschuss – das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland – verpflichtet, Verfahren zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung zu entwickeln.

Die Qualitätssicherung betrifft sowohl Leistungen, die in Praxen und Krankenhäusern angeboten werden, als auch sektorenübergreifende Behandlungsabläufe. Ziel ist eine gleich hohe Qualität in beiden Bereichen.

sQS-Verfahren

Bislang liegen zwei Verfahren vor: PCI/ Koronarangiographie und – seit Januar 2017 – postoperative Wundinfektionen.

Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie

Seit dem 1. Januar 2016 sind alle invasiv tätigen Kardiologen im Rahmen des ersten themenspezifischen sQS-Verfahrens "Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie" verpflichtet, jede Herzkatheter-Untersuchung und jede perkutane Koronarintervention bei gesetzlich versicherten Patienten zu dokumentieren.

Weiterführende Informationen:

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA):
G-BA: Qesü-Richtlinie
G-BA: Patienteninformation (PDF-Datei)

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):
Neue EBM-Regelung: Kardiologen erhalten Dokumentation vergütet

Praxisinformation: QS-Verfahren Koronarangiographie/PCI (PDF-Datei)
Textbaustein: Patienteninformation über die Verpflichtung zur Datenerhebung (PDF-Datei)
Präsentation "PCI – Aktueller Sachstand", 8. Qualitätssicherungskonferenz des G-BA am 28.09.2016 (PDF-Datei) 
Zertifizierung (Software)
Zertifizierte Software (Zulassungsübersicht PVS)

Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG):
Informationen zum QS Verfahren „PCI und Koronarangiographie"

Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH (AQUA)
Verfahrensentwicklung des Qualitätssicherungsverfahrens PCI

Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen

Die Vermeidung von Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen ist das Ziel eines neuen Qualitätssicherungsverfahrens in Praxen und Kliniken, das zum 1. Januar 2017 gestartet ist.

Das Verfahren fußt auf zwei Säulen. Zum einen werden postoperative Wundinfektionen, die zur stationären Aufnahme geführt haben, im Krankenhaus erfasst. Durch eine Verknüpfung dieser Daten mit Sozialdaten, die den Krankenkassen vorliegen, ist es möglich, diese Wundinfektionen zurückzuverfolgen und festzustellen, wo der ambulante oder stationäre Eingriff erfolgt ist.

Zum anderen beantworten operierende Ärzte in Praxen, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), OP-Zentren und Krankenhäusern jährlich Fragen zum Hygiene- und Infektionsmanagement ihrer Einrichtung. Dies erfolgt im vertragsärztlichen Bereich im Rahmen einer webbasierten Befragung. Die Dokumentationspflicht beginnt erstmalig im ersten Quartal 2018 und bezieht sich auf das einrichtungsbezogene Hygiene- und Infektionsmanagement des Jahres 2017. Ob Ihre Fachgruppe von dieser Qualitätssicherungs-Richtlinie betroffen ist, entnehmen Sie bitte den weiterführenden Informationen.

Die am QS-Verfahren beteiligten Praxen und Krankenhäuser erhalten regelmäßige Rückmeldeberichte mit ihren Ergebnissen.

Ausfüllhilfe für die konkrete Beantwortung der einrichtungsbezogenen Befragung zum Hygiene- und Infektionsmanagement mit allen Fragen, kurzen Erläuterungen, passenden Musterdokumenten und weiterführenden Links.

 

Weiterführende Informationen:

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA):

Qesü-Richtlinie

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):

Praxisinformation: QS-Verfahren Wundinfektionen (PDF)

Stellungnahme der KBV vom 25.04.2013 zum Vorbericht des AQUA-Instituts „Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen“

Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG):

Spezifikationen
Indikatorenset (PDF-Datei)
Synopse der Abschlussberichte (PDF-Datei)
Informationen für Krankenhäuser und Praxen (PDF-Datei)

Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH (AQUA):

Verfahrensentwicklung "Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen"
Machbarkeitsprüfung "Vermeidung nosokomialer Infektionen: Postoperative Wundinfektionen"

Rechtliche Grundlagen

Den rechtlichen Rahmen bildet die G-BA-Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL). Am 01.12.2010 trat die Erstfassung der Richtlinie in Kraft.

Rahmenbestimmungen

Die Rahmenbestimmungen (erster Teil der Richtlinie) beinhalten die grundlegenden Strukturen und Prozesse, die zur Umsetzung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung erforderlich sind, sowie die Aufgaben der beteiligten Organisationen.

Qesü-Richtlinie
Themenschwerpunktseite sQS des G-BA

Themenspezifische Bestimmungen

Mit den themenspezifischen Bestimmungen (zweiter Teil der Richtlinie) werden die Regelungen für die jeweiligen Qualitätssicherungsverfahren getroffen.