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Stand 01.12.2014

Reden

Patientenmonitor der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands (UPD)

Statement von Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV

anlässlich der Pressekonferenz des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, am 1. Dezember 2014 in Berlin.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ergebnisse des Patientenmonitors zeigen, wie wichtig die Arbeit der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands ist. Sie leistet wertvolle Hilfe und ist ein wichtiger Seismograph für Problemlagen in der ambulanten Versorgung. Die KBV unterstützt die Arbeit der UPD von Beginn an und pflegt einen regen Austausch. So war die UPD bereits mehrfach im Arbeitskreis Patientenorientierung im KV-System vertreten, um dort die Ergebnisse ihrer Beratungstätigkeit vorzustellen.

Die KBV greift regelmäßig Erkenntnisse aus den UPD-Patientenbefragungen auf. So verfolgen wir seit Jahren die Einschätzung der Patienten zum Angebot von IGeLLeistungen. Dazu haben wir mit der Bundesärztekammer einen IGeL-Ratgeber für Ärzte entwickelt. Der trägt unter anderem mit Hilfe von Checklisten für Patienten und Ärzte zur Transparenz in Fragen IGeL bei.

Der aktuelle Patientenmonitor benennt als eines der drängendsten Probleme den bürokratischen Aufwand beim Krankengeld. Eine vollständige Weiterzahlung von Krankengeld ist nur möglich, wenn eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am letzten Tag der bisherigen Krankschreibung erfolgt ist. Zusätzlich besteht ein erhöhter bürokratischer Aufwand, da unterschiedliche Formulare für die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit erforderlich sind.

Wir haben deshalb intensive Gespräche mit dem GKV-Spitzenverband aufgenommen, um eine Zusammenlegung der Formulare zu erreichen. In dem neuen Formular soll es einen Hinweis in leicht verständlicher Sprache geben, der über die Anforderungen an eine lückenlose Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung informiert. Auf diese Weise trägt die KBV dazu bei, weitere Härten für Patienten zu vermeiden und Bürokratie im Sinne von Patienten und Ärzten abzubauen.

Aus der Beratungspraxis der UPD ist bekannt, dass Patienten Probleme mit dem hohen bürokratischen Aufwand beim Beantragen einer medizinischen Rehabilitation haben. Die KBV setzt sich auch hier für den Abbau von Bürokratie ein. Das bisherige mehrstufige Formularwesen soll im Sinne von Ärzten und Patienten vereinfacht werden, um Hürden für eine medizinisch erforderliche Rehabilitation abzubauen.

Mit diesen Maßnahmen sehen wir uns gemeinsam mit der UPD auf einem guten Weg, die Versorgung der Patienten in Deutschland zu stärken.

(Es gilt das gesprochene Wort.)

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