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Terminservicestellen

Vermittlung von Facharzt-Terminen

Anfang 2016 starteten die Kassenärztlichen Vereinigungen regional sogenannte Terminservicestellen. Sie sollen Patienten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt vermitteln. Dies hat die Bundesregierung mit dem Versorgungsstärkungsgesetz so festgelegt.

Fazit nach 6 Monaten: 61 000 Termine vermittelt

Innerhalb der ersten sechs Monate nach Start der Terminservicestellen wurden bundesweit rund 61 000 Termine vermittelt. "Vor dem Hintergrund von einer Milliarde Arzt-Patientenkontakten im Jahr ist das wenig", betonte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

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Für eine endgültige Bilanz ist es jetzt noch zu früh Nach einer Woche zeigten sich diese Tendenzen: Bei der großen Mehrheit der Anrufe handelte es sich um „Fehlanrufe“ – die Anrufer erfüllten also entweder nicht die Bedingungen für eine Terminvermittlung oder hatten bereits schon einen zeitnahen Facharzttermin. Viele Anrufer hatten kein konkretes Vermittlungsanliegen, sondern allgemeine Anfragen oder solche, für die die Terminservicestelle nicht zuständig war.

Insgesamt konnte allen Anrufern, die die Bedingungen erfüllten, ein Facharzttermin im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vermittelt werden. Am tendenziell stärksten nachgefragt waren Termine bei Neurologen, Kardiologen, Radiologen und Rheumatologen. Die Zahl der Anrufer, die einen vermittelten Termin absagten, war gering. Gründe hierfür lagen vor allem in aus Sicht des Anrufers zu weiten Anfahrtswegen, dem Wunsch nach einer anderen Arztpraxis. Einige hatten trotz Termin-Nennung durch die Servicestelle einen eigenen Termin organisiert.

Facharzttermin in 4 Wochen

Das macht die Terminservicestelle:

Die Terminservicestelle der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung vor Ort unterstützt Patienten auf Wunsch dabei, so schnell wie möglich einen Termin beim Facharzt zu vereinbaren. Voraussetzung:

  • Sie sind gesetzlich krankenversichert.
  • Sie haben eine Überweisung zu einem Facharzt erhalten. Ausnahme: Für Termine beim Augenarzt oder beim Frauenarzt benötigen Sie keine Überweisung, um den Terminservice in Anspruch zu nehmen.

So funktioniert die Terminvermittlung:

  • Sie erfahren die Telefonnummer und die Sprechzeiten der Terminservicestelle von der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.
  • Nach Ihrem Anruf bietet Ihnen der Terminservice innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin bei einem Facharzt an. Die Wartezeit zwischen Ihrem Anruf und Ihrem Termin beträgt maximal vier Wochen. Ausgenommen davon sind Bagatellerkrankungen und Routineuntersuchungen.
  • Sie müssen den Termin absagen? Dann geben Sie den Termin bitte rechtzeitig wieder frei: Sagen Sie bei der betroffenen Praxis ab und teilen Sie dies auch der Terminservicestelle mit. Wenn Sie den Termin absagen, ist die Terminservicestelle nicht verpflichtet, Ihnen einen neuen Termin anzubieten. Ausnahme: Sie sagen den Termin, den Sie gerade erhalten haben, noch am gleichen Tag wieder ab. Dann kann Ihnen die Terminservicestelle einen zweiten Termin anbieten.
  • Sollte die Terminservicestelle keinen Termin bei einem niedergelassenen Facharzt anbieten können, vermittelt sie Ihnen einen ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus.

Bitte beachten Sie:

  • Über die Terminservicestelle erfolgt keine Vermittlung eines Wunschtermins bei einem bestimmten Arzt („Wunscharzt“). Sie erhalten einen Termin bei einem Arzt, der in dem jeweiligen Zeitraum freie Termine hat.
  • Es ist deshalb möglich, dass mit dem vermittelten Termin auch eine weitere Anfahrt für Sie von Ihrem Wohnort zum Facharzt verbunden ist.
  • Es empfiehlt sich daher, dass Sie zuerst bei Ihrem Wunscharzt anfragen und versuchen, dort einen Termin zu vereinbaren, bevor Sie sich an den Terminservice wenden.
  • Welche Fachärzte in Ihrer Nähe praktizieren, erfahren Sie über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung. Mit der kostenlosen BundesArztsuche-App können Sie die Informationen auch einfach mobil mit dem Smartphone abrufen.
  • Der Terminservice vermittelt nur Facharzt-Termine, keine Termine beim Psychotherapeuten, bei Zahnärzten oder bei Kieferorthopäden. Auch Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte sind ausgenommen.

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