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Terminservicestellen

Vermittlung von Terminen beim Facharzt und Psychotherapeuten

Anfang 2016 starteten die Kassenärztlichen Vereinigungen regional sogenannte Terminservicestellen. Sie sollen Patienten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt oder auch ab 1. April 2017 beim Psychotherapeuten vermitteln. Dies hat die Bundesregierung mit dem Versorgungsstärkungsgesetz so festgelegt.

Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten

Die Terminservicestelle vermitteln ab 1. April 2017 Termine für ein Erstgespräch in einer Psychotherapeutischen Sprechstunde oder für eine Akutbehandlung.

Eine Überweisung ist nicht erforderlich. Voraussetzung für eine Terminvermittlung zur Akutbehandlung ist allerdings, dass ein Therapeut diese empfohlen hat. Probatorische Sitzungen sowie Kurz- und Langzeittherapien (Richtlinienpsychotherapie) sind von der Terminvermittlung ausgenommen.

Weitere Infos zur Terminvermittlung bei Psychotherapeuten

Das macht die Terminservicestelle:

Die Terminservicestelle der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung vor Ort unterstützt Patienten auf Wunsch dabei, so schnell wie möglich einen Termin beim Facharzt oder Psychotherapeuten (erst ab 1. April 2017) zu vereinbaren. Voraussetzung:

  • Sie sind gesetzlich krankenversichert.
  • Sie haben eine Überweisung zu einem Facharzt erhalten. Ausnahme: Für Termine beim Augenarzt oder beim Frauenarzt benötigen Sie keine Überweisung, um den Terminservice in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung für eine Terminvermittlung zur Akutbehandlung bei einem Psychotherapeuten ist, dass ein Therapeut diese empfohlen hat.

So funktioniert die Terminvermittlung:

  • Sie erfahren die Telefonnummer und die Sprechzeiten der Terminservicestelle auf dieser Übersicht der Terminservicestellen oder von der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung.
  • Nach Ihrem Anruf bietet Ihnen der Terminservice innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten (erst ab 1. April 2017) an. Die Wartezeit zwischen Ihrem Anruf und Ihrem Termin beträgt maximal vier Wochen. Ausgenommen davon sind Bagatellerkrankungen und Routineuntersuchungen.
  • Sie müssen den Termin absagen? Dann geben Sie den Termin bitte rechtzeitig wieder frei: Sagen Sie bei der betroffenen Praxis ab und teilen Sie dies auch der Terminservicestelle mit. Wenn Sie den Termin absagen, ist die Terminservicestelle nicht verpflichtet, Ihnen einen neuen Termin anzubieten. Ausnahme: Sie sagen den Termin, den Sie gerade erhalten haben, noch am gleichen Tag wieder ab. Dann kann Ihnen die Terminservicestelle einen zweiten Termin anbieten.
  • Sollte die Terminservicestelle keinen Termin bei einem niedergelassenen Facharzt anbieten können, vermittelt sie Ihnen einen ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus.

Bitte beachten Sie:

  • Über die Terminservicestelle erfolgt keine Vermittlung eines Wunschtermins bei einem bestimmten Arzt oder Therapeuten. Sie erhalten einen Termin bei einem Arzt oder Psychotherapeuten (erst ab 1. April 2017), der in dem jeweiligen Zeitraum freie Termine hat.
  • Es ist deshalb möglich, dass mit dem vermittelten Termin auch eine weitere Anfahrt für Sie von Ihrem Wohnort verbunden ist.
  • Es empfiehlt sich daher, dass Sie zuerst bei Ihrem Wunscharzt oder einem Psychotherapeuten (erst ab 1. April 2017) Ihrer Wahl anfragen und versuchen, dort einen Termin zu vereinbaren, bevor Sie sich an den Terminservice wenden.
  • Welche Fachärzte und Psychotherapeuten in Ihrer Nähe praktizieren, erfahren Sie über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung. Mit der kostenlosen BundesArztsuche-App können Sie die Informationen auch einfach mobil mit dem Smartphone abrufen.
  • Der Terminservice vermittelt nur Facharzt-Termine und Termine beim Psychotherapeuten (erst ab 1. April 2017). Jedoch keine Termine bei Zahnärzten oder bei Kieferorthopäden. Auch Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärzte sind ausgenommen.

Weitere Infos