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Intravitreale Medikamenteneingabe (IVM)

Qualitätssicherung der intravitrealen Medikamenteneingabe

Die intravitreale Medikamenteneingabe (IVM) kann bei folgenden Indikationen angewendet werden:

  • neovaskuläre (feuchte) altersabhängige Makuladegeneration (AMD),
  • Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ),
  • Visusbeeinträchtigung infolge eines Makulaödems (MÖ) aufgrund eines retinalen Venenverschlusses [Venenastverschluss (VAV) oder Zentralvenenverschluss (ZVV)],
  • chorioidale Neovaskularisation (CNV) aufgrund einer pathologischen Myopie (PM),
  • vitreomakuläre Traktion (VMT) bei Erwachsenen, auch im Zusammenhang mit einem Makulaloch ≤ 400 Mikrometer (μm) Durchmesser sowie
  • nicht infektiöse Entzündung des posterioren Augensegments (Uveitis intermedia und/oder posterior).

Vertragsärzte, die diese IVM-Leistungen durchführen und abrechnen, benötigen dafür eine Genehmigung ihrer KV. Die QS-Vereinbarung IVM regelt unter anderem die Anforderungen, die beim Antrag nachzuweisen sind.

Demnach muss der Arzt die Gebietsbezeichnung „Augenheilkunde“ führen und mindestens 250 Fluoreszenzangiographien am Augenhintergrund selbständig unter Anleitung ausgewertet haben. Nachzuweisen ist die Durchführung von 100 intraokularen Eingriffen (ohne Lasertherapie) und die erfolgreiche Teilnahme an einem mindestens vierstündigen IVM-Kurs.

Darüber hinaus muss er über einen Operationsraum verfügen und die Anwendung der fachgerechten Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsverfahren nachweisen sowie ein OP-Mikroskop vorhalten. Die Indikation und Durchführung der IVM ist zu dokumentieren.

Für Augenärzte, die vor Oktober 2014 in einem Operationsraum IVM-Leistungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt haben (z.B. auf Grundlage der Kostenerstattung), gibt es bis März 2015 eine Übergangsregelung. Voraussetzung ist, dass sie bis Ende 2014 eine Genehmigung beantragt und die fachlichen, räumlichen apparativ-technischen und hygienischen Anforderungen der QS-Vereinbarung nachgewiesen haben.

Rechtsquellen

Intravitreale Medikamenteneingabe (IVM)

Vereinbarung von QS-Maßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur intravitrealen Medikamenteneingabe
Vertragsdatum: 01.10.2014
Intravitreale Medikamenteneingabe (IVM) (PDF, 81 KB)

Mitteilung der Partner des BMV zur QS IVM

Vertragsdatum: 14.10.2014
Mitteilung der Partner des BMV zur QS IVM (PDF, 106 KB)