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Stand 06.11.2013

Umgang mit Antibiotika

Die Erfindung des Penicillins und damit die Verfügbarkeit von Antibiotika zur Behandlung von Infektionskrankheiten waren ein großer Fortschritt in der Medizin. Allerdings zeigen sich immer mehr Bakterien resistent gegen diese Medikamente.

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Um die Ernsthaftigkeit dieses Problems zu verdeutlichen, wird häufig der Vergleich eines Wettrennens zwischen resistenzbildenden Mikroorganismen und den Herstellern von Antibiotika gewählt.

Die führenden Experten auf dem Gebiet des Infektionsschutzes am Robert-Koch-Institut sehen folgenden Zusammenhang:

„Die Antibiotikaresistenzentwicklung hat zwei entscheidende Grundlagen:

  • das Vorhandensein von resistenten Erregern und von übertragbaren Resistenzgenen
  • den durch den Antibiotikaeinsatz zugunsten dieser Keime ausgeübten Selektionsdruck.

Sie kann zumindest verlangsamt werden durch Begrenzung (containment) der Verbreitung resistenter Erreger und des Resistenzgenpools sowie durch Vermeidung eines einseitigen chemotherapeutischen Selektionsdrucks. Dadurch könnte auch in Deutschland die Situation nachhaltig verbessert werden.“

Seit einigen Jahren wird versucht, der weiteren Verbreitung resistenter Erreger entgegenzuwirken, beispielsweise durch den Aufbau sogenannter Antibiotika-Surveillance-Systeme. Ziel ist es, durch die Erfassung und Darstellung der (regionalen) Resistenzlagen einzelner Erreger eine gezieltere Therapie mit Antibiotika zu ermöglichen. Zusätzlich wird durch diese Systeme eine Sensibilisierung der behandelnden Ärzte für die Problematik angestrebt.

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Die Antibiotika-Surveillance-Systeme des Robert-Koch-Instituts und das „Antibiotika-Resistenz-Monitoring in Niedersachsen“ des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes sind zwei Beispiele, die Sie durch die nachstehende Links erreichen können.

Die KBV unterstützt die Bemühungen um einen rationalen Einsatz von Antibiotika. In Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) wurden bislang drei Ausgaben „Wirkstoff AKTUELL“ zum rationalen Einsatz von Antibiotika veröffentlicht, mit denen Vertragsärzte Empfehlungen und Hinweise unter anderem für eine richtige Diagnosestellung und die Wahl eines geeigneten Antibiotikums erhalten.

Resistenzübersichten

Hinweise für Ärzte

Patienteninfos zur Weitergabe in Praxen

Passend zum Thema können sie zudem im Online-Fortbildungsportal des Arzneimittel-Infoservice (AIS) der KBV entsprechende CME-zertifizierte Fortbildungen absolvieren.