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Stand 06.11.2013

Indikation zur Diagnostik

In Anlehnung an die Empfehlungen des RKI zur Diagnostik von MRSA-Risikopatienten sind im vertragsärztlichen Leistungskatalog (EBM) die folgenden Risikofaktoren vorgesehen:

Ein MRSA-Risikopatient muss in den letzten sechs Monaten stationär behandelt worden sein (mindestens 4 zusammenhängende Tage Verweildauer) und zusätzlich die folgenden Risikokriterien erfüllen:

Patient mit positivem MRSA-Nachweis in der Anamnese

und/oder

Patient mit zwei oder mehr der nachfolgenden Risikofaktoren:

  • chronische Pflegebedürftigkeit (mindestens Pflegestufe 1),
  • Antibiotikatherapie in den zurückliegenden 6 Monaten,
  • liegende Katheter (z.B. Harnblasenkatheter, PEG-Sonde),
  • Dialysepflichtigkeit,
  • Hautulcus, Gangrän, chronische Wunden, tiefe Weichteilinfektionen.

Für Patienten, die diese Eingangskriterien erfüllen, wird zunächst ein MRSA-Status erhoben. Eine MRSA-Infektion oder -Kolonisation kann sich bereits aus dem Entlassungsbericht des Krankenhauses ergeben. Es kann aber auch notwendig sein, dass der Vertragsarzt selbst durch Abstrichentnahme einen MRSA-Nachweis durchführt (mögliche Prädiktionsstellen sind Nasenvorhöfe, Rachen und Wunden).

Ergibt sich bei der Statuserhebung eine MRSA-Trägerschaft, muss über die Notwendigkeit einer Eradikationstherapie entschieden werden. Sofern keine sanierungshemmenden Faktoren (z.B. infizierte Wunde, Dialysepflicht, antibiotische Therapie) vorhanden sind, kann anschließend mit einer Sanierungsbehandlung des Patienten begonnen werden.