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Stand 27.03.2014

Abrechnungsvoraussetzungen

Die Abrechnung der Gebührenordnungspositionen des Abschnittes 30.12 EBM ist an konkrete Voraussetzungen gebunden, die in einer Qualitätssicherungsvereinbarung MRSA gemäß §135 Abs. 2 geregelt sind.

Der Anhang zum Abschnitt 30.12 EBM regelt die fachliche Befähigung, die Möglichkeiten der MRSA-Zertifizierung und weitere Anforderungen an die Durchführung, u.a. die Kriterien für MRSA-Fallkonferenzen / regionale Netzwerkkonferenzen.   

Fachliche Befähigung

MRSA-Vergütungsvereinbarung: GOPen 30940-30952 und 30952+30954

Zusatzweiterbildung „Infektiologie“
und/oder
„MRSA“-Zertifizierung durch die KV

Genehmigung der KV zur
Abrechnung Abschnitt 32.3.10

MRSA-Zertifizierung

Zur Erlangung der „MRSA-Zertifizierung“ werden zwei Fortbildungsvarianten angeboten:

  • Fortbildungsseminar „Ambulante MRSA-Versorgung“ als Vortragsveranstaltung der KVen
  • Online-Fortbildung der KBV mit anschließender Lernzielkontrolle.

Durch die Teilnahme an der Fortbildung soll bundeseinheitlich der gleiche aktuelle medizinische Wissensstand zur Diagnostik und Behandlung von MRSA-Patienten bzw. deren Kontakt-/Bezugspersonen erlangt werden. Folgende Themen werden behandelt:

  • MRSA-Spezifikationen, Epidemiologie, regionale Verbreitung sowie Übertragungswege,
  • Risikopatienten für MRSA-Kolonisation,
  • Eradikationstherapie, weitere Sanierungsbehandlung, Sanierungshemmnisse,
  • Umgang mit MRSA-Patienten in der ambulanten Versorgung,
  • Rationale Antibiotikatherapie.

MRSA-Fallkonferenzen und regionale Netzwerkkonferenzen

Die Teilnahme an einer MRSA-Fallkonferenz und/oder regionalen Netzwerkkonferenz ist entsprechend der Gebührenordnungsposition 30948 nur berechnungsfähig, wenn diese von der Kassenärztlichen Vereinigung gemäß der nachfolgenden Kriterien genehmigt ist:

Der für die Fallkonferenzen und/oder regionalen Netzwerkkonferenzen bestellte Teilnehmerkreis umfasst regelmäßig mindestens folgende Teilnehmer (Anzahl):

  • Vertreter(in) des öffentlichen Gesundheitswesens (1),
  • Facharzt/Fachärztin für Labormedizin und/oder Mikrobiologie (1),
  • Hygienebeauftragte(r) regionales Krankenhaus (1),
  • Vertreter(in) eines regionalen Pflegeheimes (1).

Zusätzlich soll ein Vertreter der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung teilnehmen.

In den Fallkonferenzen und/oder regionalen Netzwerkkonferenzen sollen zumindest folgende Themen regelmäßig erörtert werden:

  1. aktuelle Resistenzlage in der Region,
  2. zahlenmäßige Entwicklung der MRSA-Infektionen,
  3. regionale Besonderheiten.

Weitere Informationen finden Sie im Anhang zum Abschnitt 30.12 EBM.