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Koloskopie

Qualitätssicherung der Koloskopie

Der Umfang der Vorsorgeleistungen zur Früherkennung von Darmkrebs wurde im Jahre 2002 um die Koloskopie erweitert. Diese können Personen ab dem 55. Lebensjahr im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Gleichzeitig mit der Einführung der Früherkennungskoloskopie wurde eine umfassende Qualitätssicherung für die Durchführung von Koloskopien (kurativ und präventiv) in der vertragsärztlichen Versorgung verabschiedet.

Nur Fachärzte der Inneren Medizin/Gastroenterologie beziehungsweise Fachärzte der Inneren Medizin mit gastroenterologischem Schwerpunkt sowie Chirurgen mit einer Subspezialisierung Koloskopien dürfen die Untersuchung durchführen.

Die Vereinbarung regelt die fachlichen und apparativen Voraussetzungen für die Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Koloskopie.

Ihr zentraler Punkt ist eine Frequenzregelung. So kann die Genehmigung nur aufrechterhalten werden, wenn der Arzt innerhalb eines Jahres eine Mindestfrequenz von 200 totalen Koloskopien, davon mindestens zehn mit Polypektomien, nachweisen kann.

Es gibt eine Stichprobenprüfung mit Bewertung der Mängel im Einzelnen. Die Prüfung erstreckt sich zum einen auf die geforderte Erreichung der Mindestfrequenz der durchgeführten Koloskopien und Polypektomien sowie daran anschließend bei Erfüllung der Mindestzahlen auf eine stichprobenartig durchzuführende Bewertung bezogen auf die kurativ und präventiv durchgeführten Koloskopien/Polypektomien.

Besondere Risikogruppen für Darmkrebs:

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Darmkrebs kann jeden treffen. Menschen, bei deren erstgradigen Verwandten Darmkrebs aufgetreten ist, erkranken allerdings statistisch häufiger daran. Sie sollten daher mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen, ob eine vorgezogene Darmspiegelung (Koloskopie) vor Vollendung des 55. Lebensjahres sinnvoll ist.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass bestimmte Vorerkrankungen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einhergehen. Dazu gehören Diabetes, insbesondere bei Insulin-Therapie, und chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Die Felix Burda Stiftung, die sich seit einigen Jahren für die Darmkrebs-Vorsorge engagiert, bietet einen Fragebogen auf www.darmspezialisten.de an, mit dem jeder nach Beantwortung von wenigen, einfachen Fragen feststellen kann, ob ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung bestehen könnte. Dieser Fragebogen sollte aber auf keinen Fall die ärztliche Beratung ersetzen!

Rechtsquellen

Koloskopie-Vereinbarung

Voraussetzungen gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zur Ausführung und Abrechnung von koloskopischen Leistungen
Vertragsdatum: 24.07.2006
Fassung vom: 11.07.2012
Inkrafttreten: 15.06.2012
Koloskopie-Vereinbarung (PDF, 117 KB)

Krebsfrüherkennungs-Richtlinie

Richtlinien für Krebsfrühererkennungs-Untersuchungen