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Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Viele medizinische Leistungen werden heute sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor erbracht. Patienten werden im Verlauf einer Behandlung häufig in beiden Sektoren versorgt. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) daher verpflichtet, Maßnahmen der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung künftig grundsätzlich sektorenübergreifend - an der Ergebnisqualität ausgerichtet - zu erlassen.

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Die G-BA-Richtlinie über die einrichtungs- und sektorenübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 i. V. m. § 137 Abs. 1 Nr. 1 SGB V hat dafür den rechtlichen Rahmen geschaffen. Sie beschreibt die Strukturen, die zur Umsetzung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (sQS) erforderlich sind, und legt die Aufgaben der beteiligten Organisationen fest. Behandlungsergebnisse können sektorenübergreifend erfasst und bewertet werden.

Nach § 137a SGB V hat der G-BA ein unabhängiges Institut (aktuell: AQUA - Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, Göttingen) beauftragt, für ausgewählte Themen Qualitätsindikatoren und die Instrumente der Qualitätsmessung und -darstellung zu entwickeln, die durch den G-BA in sog. themenspezifische Bestimmungen (Richtlinien) gefasst werden. Im G-BA vertritt die KBV - u. a. durch ihre Mitarbeit in den Gremien und den Arbeitsgruppen zur sQS - die Interessen der Vertragsärzte in diesem Entwicklungsprozess.

Sowohl der innovative Charakter als auch die Komplexität der Aufgabenstellung haben eine Vielzahl von Implementierungshürden offenbart. Die KBV initiierte deshalb die Durchführung einer externen Machbarkeitsanalyse zur Umsetzung der sQSin der ambulanten Versorgung. In deren Ergebnis wurde ein Diskussionsprozess zur Neuausrichtung der sQS im G-BA angestoßen. Die KBV setzt sich dabei für bürokratiearme und an Qualitätsdefiziten orientierte Lösungen ein. Bewährte vertragsärztliche Qualitätssicherungsmaßnahmen sollen erhalten werden.

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