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Vakuumbiopsie der Brust

Qualitätssicherung der Vakuumbiopsie der Brust

Die Vakuumbiopsie der Brust ist ein Verfahren, das zur Abklärung von nur mammographisch sichtbaren kleinen Herden und insbesondere winzigen Kalkablagerungen (Mikrokalk) als vertragsärztliche Leistung zur Verfügung steht.

Bei der Vakuumbiopsie wird eine Hohlnadel unter Röntgenkontrolle in die Brust eingeführt. Durch Unterdruck wird Gewebe in eine seitliche Öffnung in die Nadel eingesaugt, abgetrennt und entnommen. Drehen der Nadel ermöglicht die Entnahme mehrerer Gewebszylinder aus einem verdächtigen Bezirk ohne neuen Einstich. Das komplexe Zusammenspiel von Bildgebung, Nadelführung und Gewebeentnahme erlaubt insbesondere bei Mikrokalk eine verlässliche Diagnose.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2007 wurde die Vakuumbiopsie der Brust unter Röntgenkontrolle sowohl für die kurative Versorgung als auch für die Anwendung im Rahmen des Mammographie-Screenings in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab aufgenommen. Neben den Gewebeentnahmen (Stanzbiopsien) unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle ist die Vakuumbiopsie ein weiteres Verfahren, um die Dignität eines suspekten Befunds zu klären. Ihren Stellenwert hat sie auch in der Operationsplanung und der Entscheidung zu einer eventuellen Vorbehandlung, weil sie einen genauen Aufschluss über die Art des Tumors zulässt.

Nach einer zunächst ausschließlich freiwilligen Qualitätssicherung der Anwender dieser neuen Untersuchung haben KBV und GKV auf Grundlage von § 135 Abs. 2 SGB V eine Vereinbarung zur Qualitätssicherung erstellt, in der unter anderem die 2008 aktualisierte Stufe-3-Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland Berücksichtigung fand.

Präzisiert werden in der Vereinbarung Fallzahlanforderungen als Genehmigungsvoraussetzung, eine Mindestzahl jährlich durchzuführender Vakuumbiopsien, apparative Anforderungen (zum Beispiel automatische Nadelführung) sowie Vorgaben zur Durchführung (zum Beispiel Erstellung von Kontrollaufnahmen, Überprüfung der Korrelation von histopathologischem Befund und Bildgebung) und zur Dokumentation.

Darüber hinaus ist der Arzt verpflichtet, jährlich eine Auflistung durchgeführter Vakuumbiopsien mit Angaben zur Indikation und zum abschließenden histopathologischen Befund vorzulegen. Die Vereinbarung ist zum 1. Oktober 2009 in Kraft getreten.

Rechtsquellen

Vakuumbiopsie der Brust

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Vakuumbiopsie der Brust
Vertragsdatum: 12.08.2009
Inkrafttreten: 01.01.2015
Vakuumbiopsie der Brust (PDF, 74 KB)