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Stand 07.11.2016

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Weiterbildungsförderung

Förderung der Weiterbildung von Ärzten

Ambulante Weiterbildung

In den kommenden Jahren werden viele Ärzte aus Altersgründen aus der ambulanten Versorgung ausscheiden. Um die wohnortnahe Versorgung mit Allgemeinärzten und weiteren Fachärzten auch künftig bedarfsgerecht zu sichern, unterstützen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen die ambulante Weiterbildung finanziell und strukturell.

Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wurde im Juli 2015 das „Förderprogramm Weiterbildung“ Allgemeinmedizin in das SGB V aufgenommen und um zusätzliche Aspekte erweitert. Bundesweit werden jetzt 7.500 allgemeinmedizinische Weiterbildungsstellen für den ambulanten und stationären Bereich gefördert, 2.500 mehr als in den Jahren zuvor. Weitere 1.000 Stellen stehen erstmals für die Weiterbildung von Fachärzten anderer Fächer wie Augenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin oder Gynäkologie bereit.

Details zum Förderprogramm

Wie die Förderung der Weiterbildung konkret erfolgt, haben KBV, GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft – unter Beteiligung der Bundesärztekammer und in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung – in der Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung geregelt.

Finanzielle Förderung

Der monatliche Gehaltszuschuss für Ärzte in Weiterbildung beträgt im ambulanten Bereich je Vollzeitstelle 4.800 Euro. Der Förderbetrag orientiert sich an der im Krankenhaus üblichen Vergütung. Im Bereich der allgemeinmedizinischen Weiterbildung gibt es weitere Gehaltszuschüsse, wenn die weiterbildende Praxis in einem unterversorgten Gebiet (500 Euro) oder in einem von Unterversorgung bedrohten Gebiet liegt (250 Euro).

Die Förderbeträge werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Kostenträgern jeweils hälftig getragen. Ausgezahlt werden sie als Zuschuss zum Bruttogehalt des Weiterzubildenden an den Praxisinhaber, der den Arzt in Weiterbildung beschäftigt.

Geförderte Fachgruppen

Neben der Allgemeinmedizin (7.500 Stellen) werden weitere Fächer (1.000 Stellen) gefördert. Welche Fächer das sind, legen die Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit den Krankenkassen vor Ort fest. So haben sie die Möglichkeit, Ärzte in den Fachgruppen weiterzubilden, die in der Region im ambulanten Bereich besonders benötigt werden.

Derzeit wird in allen KV-Bereichen die ambulante Weiterbildung von Augenärzten finanziell unterstützt. Fast überall gefördert werden zudem Gynäkologen, Dermatologen, HNO-Ärzte sowie Kinder- und Jugendmediziner. Einige KVen stellen auch Förderstellen in Fächern wie Orthopädie, Neurologie oder Nervenheilkunde bereit, andere für Psychosomatik oder Psychiatrie und Psychotherapie.

Qualität und Effizienz der Weiterbildung anheben

In einem nächsten Schritt sollen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Qualität und Effizienz in der Weiterbildung zu erhöhen.

So sollen die Koordinierungsstellen und weitere Akteure auf KV-Bezirksebene die Möglichkeit erhalten, sogenannte Kompetenzzentren zu gründen. Hierbei handelt es sich um universitär angebundene Zentren nach dem Vorbild der Einrichtungen in Baden-Württemberg und Hessen, die sich mit zusätzlichen didaktischen Angeboten an Weiterzubildende und Weiterbilder richten.

Ansprechpartner für Fragen zur Weiterbildung

Ärzte, die in ihrer Praxis weiterbilden wollen und sich für eine Förderung interessieren, wenden sich an ihre KV. Dort erfahren sie auch, in welchen Fachrichtungen eine Förderung in ihrer Region möglich ist.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für die Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung wurden mit dem GKV-Solidaritätsstärkungsgesetzes zum 1. Januar 1999 geschaffen. Das zunächst auf zwei Jahre befristete sogenannte „Initiativprogramm“ erhielt durch das Gesundheitsreformgesetz im Jahr 2000 eine unbefristete Verlängerung.

Die seit 1999 für den ambulanten und stationären Bereich getrennt bestehenden Vereinbarungen wurden 2010 vereint, die finanzielle Förderung deutlich erhöht und begleitende strukturelle Maßnahmen in Gestalt der Koordinierungsstellen geschaffen.

Mit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wurde im Juli 2015 das „Förderprogramm Weiterbildung“ Allgemeinmedizin in das SGB V als Paragraf 75a aufgenommen und um zusätzliche Aspekte erweitert. Die Anzahl der Förderstellen für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin wurde auf 7.500 Förderstellen erhöht. Zusätzlich sind 1.000 Förderstellen für die Weiterbildung in weiteren Fachgebieten eingeführt worden.

Die Anpassung der Vereinbarung zur Förderung nach den gesetzlichen Vorgaben ist abgeschlossen.

Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V

 

Evaluationsbericht

Die Vereinbarung sieht eine jährliche Evaluation vor, um die Entwicklung, die mit der Fördervereinbarung angestoßen wird, transparent zu machen.

Grafiken zum Evaluationsbericht

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