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Wirkstoff AKTUELL

Wirkstoff AKTUELL ist eine Publikation der KBV und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Sie enthält Hinweise zu Indikationen, therapeutischem Nutzen und Preisen von zugelassenen Arzneimitteltherapien.

Zu jedem Wirkstoff AKTUELL können Vertragsärzte an einer mit bis zu drei CME-Punkten zertifizierten Online-Fortbildung teilnehmen.

Aktuelle Ausgabe

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Dabigatranetexilat (Pradaxa®)

Nach derzeitigem Wissensstand ist nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz die Rate venöser Thromboembolien unter einer Thromboembolieprophylaxe mit Dabigatranetexilat im Vergleich zu einer Prophylaxe mit Enoxaparin, einem niedermolekularen Heparin (NMH), gleich. Die Rate schwerer Blutungen und die Mortalität unterscheiden sich zwischen Dabigatranetexilat und NMH ebenfalls nicht. Dabigatranetexilat ist teurer als vergleichbare NMH oder Fondaparinux.

Dabigatranetexilat bei nicht valvulärem Vorhofflimmern

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und hohem thromboembolischen Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Dabigatranetexilat für bestimmte Patienten eine Alternative sein.

Darifenacin (Emselex® 7,5 mg/15 mg Retardtabletten)

Darifenacin bringt für die Behandlung der überaktiven Blase im Vergleich zu kostengünstigeren Anticholinergika (z.B. Oxybutynin) keinen erkenn-baren zusätzlichen Nutzen.

Deferasirox (Exjade®)

Referenzsubstanz für die Behandlung der chronischen transfusions-bedingten Eisenüberladung ist Deferoxamin. Der Eisenchelator Deferasirox führt zu keinen besseren Behandlungsergebnissen. Die schwerwiegenden Risiken von Deferasirox (Zytopenien, akutes Nierenversagen und Leberfunktionsstörungen mit tödlichem Verlauf) sind zu beachten.

Denosumab

Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper aus der Gruppe der RANK-Ligand-Inhibitoren. Der Wirkstoff ist zugelassen zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit erhöhtem Frakturrisiko, zur Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit Hormonablation bei Männern mit Prostatakarzinom mit erhöhtem Frakturrisiko sowie zur Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glukokortikoid-Langzeittherapie bei erwachsenen Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko.

Direkte orale Antikoagulanzien bei tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien

Im Mittelpunkt des Wirkstoff AKTUELL stehen die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban. Diese können anstelle von Vitamin-K-Antagonisten zur Akut- und Erhaltungsbehandlung tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien verordnet werden.

Ärzte werden über die Wirkungsweise und Wirksamkeit der DOAK sowie über Nebenwirkungen, Risiken und Vorsichtsmaßnahmen informiert und erhalten Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise.

Dronedaron

Dronedaron wird nach einer erfolgreichen Kardioversion bei erwachsenen, klinisch stabilen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern eingesetzt. Unter Berücksichtigung des Sicherheitsprofils sollte Dronedaron nur verschrieben werden, nachdem alternative Behandlungsoptionen in Erwägung gezogen wurden. Dronedaron sollte nicht bei Patienten mit linksventrikulärer systolischer Dysfunktion oder bei Patienten mit bestehender oder in der Vergangenheit aufgetretener Herzinsuffizienz angewendet werden.

Duloxetin (Cymbalta®)

Duloxetin ist kein Mittel der ersten Wahl bei der Akutbehandlung depressiver Erkrankungen. Es gibt keinen sicheren Beleg für einen Behand-lungsvorteil von Duloxetin gegenüber kostengünstigeren Nichtselektiven Monoamin-Rückaufnahmeinhibitoren (auch tri- und tetrazyklische Antidepressiva genannt) und Selektiven Serotonin- Rückaufnahme-inhibitoren.

So finden Ärzte das Fortbildungsportal

Das Fortbildungsportal der KBV befindet sich im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen. Um an der Fortbildung teilzunehmen, melden sich Vertragsärzte in ihrem KV-Portal an und wählen aus der Übersicht der Anwendungen das Fortbildungsportal aus. Ein Zugang ist auch über die Einstiegsseite der KBV möglich: http://portal.kv-safenet.de (nur für KV-SafeNet-Nutzer).

Hinweis: Die Anwendungen im Sicheren Netz können künftig auch über die Telematikinfrastruktur genutzt werden.