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Wirkstoff AKTUELL

Wirkstoff AKTUELL ist eine Publikation der KBV und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Sie enthält Hinweise zu Indikationen, therapeutischem Nutzen und Preisen von zugelassenen Arzneimitteltherapien.

Zu jedem Wirkstoff AKTUELL können Vertragsärzte an einer mit bis zu zwei CME-Punkten zertifizierten Online-Fortbildung teilnehmen.

Aktuelle Ausgabe

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Methocarbamol oral

Methocarbamol oral ist zugelassen zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago).

Muskelrelaxanzien können bei akutem und chronischem nicht-spezifischen Kreuzschmerz angewendet werden, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen oder die alleinige Gabe von Nicht-opioiden Analgetika keine Besserung bewirken.  

Mirabegron

Mirabegron ist zugelassen zur symptomatischen Therapie von imperativem Harndrang, erhöhter Miktionsfrequenz und/oder Dranginkontinenz bei Erwachsenen mit überaktiver Blase. Mirabegron war seit Juni 2014 ein Jahr lang in Deutschland erhältlich. Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss im Rahmen der frühen Nutzenbewertung für Mirabegron keinen Zusatznutzen festgestellt hatte, nahm der pharmazeutische Unternehmer sein Präparat wieder vom Markt.

Seit August 2017 steht Mirabegron wieder zur Verfügung. Nach wie vor liegt aber keine hinreichende Evidenz dafür vor, dass Mirabegron gegenüber den zur Behandlung der überaktiven Blase zugelassenen Anticholinergika einen Zusatznutzen hinsichtlich der Verbesserung der Symptome und hinsichtlich der Sicherheitsendpunkte zeigt.

Moxifloxacin (Avalox® Filmtabletten)

Moxifloxacin ist ein neueres Fluorchinolon, das zur Therapie von Atem-wegsinfektionen und einer Pneumonie in einer Dosis von 400 mg/Tag angeboten wird. Grundsätzlich sind Fluorchinolone in der kalkulierten Initialtherapie von Infektionen der Atemwege und Lunge keine Mittel der ersten Wahl. Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn Aminopenicil-line, Makrolide oder evtl. Doxycyclin kontraindiziert oder unwirksam sind.

Multiple Sklerose

Für die Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) stehen verschiedene Immuntherapien zur Verfügung. Eine Behandlung der milden/moderaten Verlaufsform der RRMS kann mit einem Beta-Interferon oder Glatirameracetat begonnen werden. Zu diesen beiden Wirkstoffen liegen die meisten Erfahrungen und Daten zur Sicherheit vor. Wenn diese nicht vertragen werden oder Kontraindikationen bestehen oder der Patient keine Injektionstherapie wünscht, können alternativ Dimethylfumarat oder Teriflunomid eingesetzt werden. Für die (hoch-)aktive Verlaufsform kann der Arzt die Wirkstoffe Fingolimod, Natalizumab und Alemtuzumab verordnen.

So finden Ärzte das Fortbildungsportal

Das Fortbildungsportal der KBV befindet sich im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen. Um an der Fortbildung teilzunehmen, melden sich Vertragsärzte in ihrem KV-Portal an und wählen aus der Übersicht der Anwendungen das Fortbildungsportal aus. Ein Zugang ist auch über die Einstiegsseite der KBV möglich: http://portal.kv-safenet.de (nur für KV-SafeNet-Nutzer).

Hinweis: Die Anwendungen im Sicheren Netz können künftig auch über die Telematikinfrastruktur genutzt werden.