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Wirkstoff AKTUELL

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Raloxifen

Für die Therapie der Osteoporose bei Frauen in der Postmenopause bringt der selektive Östrogenrezeptormodulator Raloxifen keine erkennbaren Vorteile gegenüber den kostengünstigeren und besser untersuchten oralen Bisphosphonaten, wenngleich ein direkter Vergleich zu den Bisphosphonaten fehlt. Eine Reduktion nicht vertebraler Frakturen ist für Raloxifen nicht belegt. Bei der Verordnung von Raloxifen ist zu beachten, dass es das Risiko venöser Thromboembolien deutlich erhöht.

Ranolazin (Ranexa®)

Zur medikamentösen Langzeitprophylaxe von Angina-pectoris-Anfällen können Betarezeptorenblocker, Kalziumantagonisten oder Nitrate eingesetzt werden. Mittel der Wahl sind Betarezeptorenblocker. Ranolazin erhöht die Behandlungskosten und bringt keine zusätzlichen Vorteile.

Rasagilin

Rasagilin ist zugelassen zur Behandlung der idiopathischen Parkinson-Krankheit als Monotherapie (ohne Levodopa) oder als Zusatztherapie (mit Levodopa) bei Patienten mit End-of-dose-Fluktuationen. Der Wirkstoff ist ein selektiver, irreversibler Hemmer der Monoaminooxidase B, einem der enzymatischen Abbauwege von Dopamin und anderen Monoaminen. Daraus resultiert ein Anstieg der extrazellulären Dopaminspiegel im Striatum.

Rivaroxaban (Xarelto®)

Nach derzeitigem Wissensstand treten nach elektivem Hüft- und Knie-gelenkersatz unter einer Thromboembolieprophylaxe mit Rivaroxaban weniger venöse Thromboembolien (VTE) auf als unter einer Prophylaxe mit Enoxaparin, einem niedermolekularen Heparin (NMH). Der Unterschied ist signifikant bezüglich der Gesamtzahl an VTE und Zahl an schweren VTE, jedoch nicht signifikant bezüglich symptomatischer VTE. Die Rate schwerer Blutungen und die Mortalität unterscheiden sich zwischen Rivaroxaban und NMH nicht. Rivaroxaban ist teurer als vergleichbare NMH oder Fondaparinux.

Rivaroxaban bei nicht valvulärem Vorhofflimmern

Gemäß internationalen Leitlinien zählen Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in der Prophylaxe bei Vorhofflimmern und hohem thromboembolischen Risiko. Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern und hohem Schlaganfallrisiko kann Rivaroxaban für bestimmte Patienten eine Alternative sein. Vorsicht ist allerdings geboten bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko, da für Rivaroxaban kein spezifisches Antidot zur Verfügung steht. Bei schweren Blutungen oder dringlicher Operation kann die Wirkung von Rivaroxaban nicht gezielt aufgehoben werden.

Rivastigmin (Exelon® transdermales Pflaster)

Rivastigmin transdermal zeigt bei der Alzheimer-Krankheit hinsichtlich der Wirksamkeit keine Vorteile gegenüber den oral verfügbaren Cholinesterase-hemmern (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin), aber weniger unerwünschte gastrointestinale Wirkungen als die orale Verabreichungsform.

Roflumilast

Roflumilast zeigt zwar gegenüber Placebo bei schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung eine statistisch signifikante Verbesserung bei der Einsekundenkapazität FEV1 und Verringerung des Exazerbations-risikos, jedoch waren die Effekte nicht groß genug, um sie als klinisch relevant zu bezeichnen. Sie wurden an Patienten erhoben, die überwiegend keine regelmäßige Basistherapie mit langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) erhielten. Die Wirksamkeit wurde nicht gegenüber der Standard-therapie LABA/inhalative Kortikosteroide nachgewiesen.

Rotigotin (Neupro®)

Die transdermale Applikation des Dopaminagonisten Rotigotin ist eine Neueinführung für die Behandlung der idiopathischen Parkinsonerkrankung. Der zusätzliche Nutzen ist noch nicht eindeutig geklärt, die Verordnung kann bei schlechter Compliance und Applikationsproblemen indiziert sein.

So gelangen Ärzte in das Fortbildungsportal

Das Fortbildungsportal der KBV steht im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen bereit. Um an der Fortbildung teilzunehmen, melden sich Ärzte in ihrem KV-Portal an und wählen aus der Übersicht der Anwendungen das KBV-Fortbildungsportal aus. Ein Zugang ist auch über die Einstiegsseite der KBV möglich: http://portal.kv-safenet.de (nur für Nutzer).

Ärzte, die noch keinen Zugang zum Sicheren Netz haben, benötigen einen Anschluss, zum Beispiel KV-SafeNet*. Mehr dazu erfahren sie bei ihrer KV und hier.

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